48-Jähriger erlegte illegal Rehbock. 48-jähriger Jäger hielt sich nicht an die Vorgaben des Jagdleiters. Er gesteht und muss nun eine Geldbuße zahlen.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 05. Februar 2020 (02:47)
Vereinbart sei gewesen, dass er nur mit seinem Vater „raus“ und allein nur Schwarzwild bejagen dürfe. Daran hielt sich der Beschuldigte nicht.Szczepan Klejbuk
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Wegen „Eingriff in fremdes Jagdrecht“ musste sich ein 48-Jähriger aus dem Raum Raabs vor dem Bezirksgericht Waidhofen verantworten. Er hat in einem der Jagdreviere in der Stadtgemeinde im August 2019 unautorisiert einen Rehbock erlegt und soll zudem einem Wildschwein nachgestellt haben.

Der Beschuldigte übernahm großteils die Verantwortung: Die Erlegung des Bocks gestand er vollinhaltlich, beim Wildschwein zeigte er sich teilgeständig.

Richter Lukas Beran konnte sich die Einigung auf eine Diversion vorstellen, befragte aber noch den zuständigen Jagdleiter: „Wer bestimmt, welches Wild erlegt wird?“ - „Der Jagdleiter“, lautete die bestätigende Antwort des 67-Jährigen. Der Beschuldigte habe die Jagdprüfung absolviert. Vereinbart war, dass er „nur mit seinem Vater raus“ und allein Schwarzwild erlegen dürfe. „Vom Bejagen des Rehwilds war keine Rede.“

Der Jagdleiter habe dem 48-Jährigen nach dem Vorfall mit dem Bock mitgeteilt: „Er hat ab dem heutigen Tag im Revier nichts mehr verloren“, doch dann seien ihm Gerüchte über das Nachstellen eines Wildschweines zu Ohren gekommen. Dies konnte im Gerichtssaal nicht mehr aufgeklärt werden. Die Diversion sieht das Einstellen des Strafverfahrens bei einer Zahlung von 1.150 Euro vor. Der Beschuldigte und die Staatsanwaltschaft erklärten sich einverstanden.