Angelina Nigischer: „Aus Situation das Beste machen“

Angelina Nigischer bietet wieder Lockdown-Service mit Warenabholung an.

Erstellt am 26. November 2021 | 06:44
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Angelina Nigischer bietet wieder ihren Lockdown-Service mit Warenabholung nach telefonischer Vereinbarung an.
Foto: privat

Groß war der Ansturm auf Angelina Nigischers Buch- und Spielwarenhandlung vor dem Lockdown. Umso größer ist die Enttäuschung der Geschäftsfrau, dass sie jetzt wieder auf Abhol-Service umstellen muss.

„Wir bieten wieder unseren Lockdown-Service an, wo Kunden ihre reservierten Waren vor dem Geschäft abholen können“, kündigt Angelina Nigischer an. „Ich schicke den Kunden gerne Fotos von den gewünschten Büchern oder Spielsachen, ich stelle auch Fotos vom Sortiment auf Facebook und in meinen WhatsApp-Status, damit man in Ruhe stöbern kann“, ergänzt Nigischer.

„Es wäre besser gewesen, man hätte von Mitte Oktober bis Mitte November zugemacht.“ Angelina Nigischer Buch- und Spielwarenhändlerin

Ihre Mitarbeiter möchte sie nicht in Kurzarbeit schicken, sie ist zuversichtlich, die Zeit des Lockdowns auch so überbrücken zu können. Sie hofft wie schon in den vergangenen Lockdowns auf die Treue ihrer Kunden: „Ich wünsche mir, dass uns die Leute wie bisher auch durch diesen Lockdown tragen, indem sie bevorzugt bei uns ihre Buch- und Spielwareneinkäufe für Weihnachten tätigen.“

Bei der Wirtschaftskammer interveniert

Enttäuscht zeigt sich Nigischer indes von der Politik. Angesichts der Beteuerungen, es werde zumindest für Geimpfte keinen Lockdown mehr geben, füllte sie wie viele andere Händler ihre Warenlager für das Weihnachtsgeschäft. Der Termin des Zusperrens zu Adventbeginn sei denkbar ungünstig. „Es wäre besser gewesen, man hätte von Mitte Oktober bis Mitte November zugemacht. Ich habe sogar bei der Wirtschaftskammer angefragt, ob man nicht dahingehend seitens des Handels Druck machen kann, dass ein Lockdown, wenn er denn nötig ist, besser zu diesem früheren Zeitpunkt erfolgen soll. Aber alle Bedenken wurden weggewischt“, ärgert sich Nigischer.

Dennoch steht jetzt eines im Vordergrund: Das Beste aus der Situation machen und hoffen, dass bald bessere Zeiten kommen.