Nummer von Jugendfreund als Weihnachtsgeschenk. Karl Haumer aus Brand wollte nach NÖN-Bericht wieder Kontakt zu Jugendfreund Helmut Redl. Die NÖN half dabei.

Von Michael Schwab. Erstellt am 31. Dezember 2020 (03:33)
Karl Haumer beim Telefonat mit Helmut Redl.
privat

Damit hätte Karl Haumer aus Brand nicht gerechnet: Unter dem Weihnachtsbaum lag die Telefonnummer seines alten Jugendfreundes Helmut Redl aus Raabs, zu dem er über Jahrzehnte keinen Kontakt mehr gehabt hatte.

Möglich machten diese spezielle Weihnachtsüberraschung seine Tochter Sylvia Haumer und die NÖN. „Mein Vater hat im NÖN-Sonderjournal ‚Mittendrin in Gmünd‘ einen Artikel über seinen Jugendfreund Helmut Redl gelesen. Mein Vater lebte wie Redl einige Zeit in Raabs und erinnert sich an die Tätigkeit Redls als Bäcker, während mein Vater eine Schlosserlehre machte“, erzählt Haumer.

Ihr Vater habe sich nach der Lektüre des Artikels sehnlich gewünscht, wieder einmal mit seinem alten Jugendfreund zu sprechen oder sich mit ihm zu treffen. So kam Sylvia Haumer auf die Idee, als Weihnachtsgeschenk den Kontakt zu Helmut Redl, der in Wattens in Tirol lebt, herzustellen.

Dies gestaltete sich zunächst schwieriger als gedacht, bis ein Mail an die NÖN-Redaktion den Erfolg brachte. Über den Sportleiter Bernd Dangl, der den Artikel geschrieben hatte (Helmut Redl spielte im Fußball-Nationalteam und hatte in Raabs seine Karriere gestartet), gelang es Haumer, den Kontakt zu Redl herzustellen.

Von all diesen Bemühungen wusste ihr Vater nichts, bis er sein besonderes Geschenk auspackte – ein Bild Redls mit dessen aktueller Telefonnummer. „Mein Vater war zu Tränen gerührt, er hatte selber erfolglos versucht, den Kontakt herzustellen. Es war wirklich eine schöne Überraschung, und ich bin allen, die mitgeholfen haben, sehr dankbar, von der NÖN bis zur Gemeinde Wattens, die meine Kontaktdaten sofort an Redl weitergegeben hat, sodass wir am gleichen Tag noch telefonieren konnten“, freut sich Haumer. Ein erstes Telefonat fand bereits statt. „Man spürte, wie schnell die alte Verbundenheit wiedergekommen ist. Die beiden haben sich über ihre gemeinsamen Motorradtouren bestens unterhalten“, erzählt Haumer. Redl und ihr Vater wollen von nun an regelmäßig telefonieren, auch ein Treffen ist geplant.