Fernwärme: Netz wird erweitert. Fernwärmenetz in Raabs wird in den kommenden Wochen in drei Etappen erweitert. 650.000 Liter Öl werden pro Jahr eingespart.

Von Michael Schwab. Erstellt am 04. August 2021 (04:16)
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Vorstandsmitglied Reinhard Koller, Fernwärmegenossenschaftsobmann Franz Fischer und Aufsichtsratsvorsitzender Karl Zwickl vor einem Teil der Rohrleitungen, die für die Netzerweiterung verlegt werden. 
Schwab

700 Laufmeter Rohre, 600.000 Euro Investitionsvolumen und zwölf neue Abnehmer: Das Fernwärmenetz in Raabs wird in den kommenden Wochen in drei Etappen erweitert.

Los geht es schon diese Woche mit dem ersten Bauabschnitt, der sich vom alten Feuerwehrhaus bis zum Kindergarten Kollmitzsteig und zur Thayabrücke Richtung JUFA-Hotel erstreckt. Während der Grabungsarbeiten muss mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden: „Ich gehe davon aus, dass der Bereich Kollmitzgraben für ein bis zwei Wochen gesperrt werden muss“, kündigt Fernwärmegenossenschaftsobmann Franz Fischer an.

Ende August soll dann der zweite Bauabschnitt vom Hotel Thaya bis zum alten Feuerwehrhaus in Angriff genommen werden. Dabei wäre es sogar logischer gewesen, diesen Abschnitt zuerst zu realisieren, doch da man hier direkt an der Dyk-Mühle vorbeimuss, hat sich die Genossenschaft dafür entschieden, den mittleren Abschnitt zuerst umzusetzen. „Andernfalls wären wir mitten in die Erntezeit gekommen und hätten durch die Arbeiten die Getreidelieferungen an die Dykmühle behindert“, erklärt Fischer.

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Der Ausbau des Fernwärmenetzes erfolgt in drei Baubschnitten: Im ersten Abschnitt starten die Arbeiten schon diese Woche.
Gemeinde Raabs

Mitte September ist der dritte Abschnitt von der Thayabrücke Richtung JUFA Hotel und Lagerhaus dran. „Unser Ziel ist, bis zum Beginn der Heizsaison fertig zu sein“, betont Fischer.

Eine Herausforderung sind die Lieferverzögerungen und Preissteigerungen bei Baumaterialien. Fischer spricht von einer rund 20-prozentigen Materialkostensteigerung. „Diese Mehrkosten werden aber nicht an unsere Kunden weitergegeben“, verspricht Fischer.

Von 35 auf fast 50 Abnehmer. Derzeit versorgt das Raabser Fernheizwerk über sein rund zwei Kilometer langes Leitungsnetz 35 Abnehmer. Durch die Erweiterung steigt diese Zahl auf fast 50 Abnehmer an. Mit dem Kindergarten geht nun das letzte noch nicht angeschlossene Gemeindegebäude ans Fern wärmenetz.

Am Ende des Ausbauabschnitts wird das Lagerhaus angeschlossen, das mit Abstand der größte Abnehmer in diesem Erweiterungsschritt ist. Ein weiterer großer Fernwärmeabnehmer wird die Dykmühle sein.

„Durch die Erweiterung unseres Netzes werden pro Jahr rund 100.000 Liter Heizöl zusätzlich eingespart werden. Insgesamt sparen wir dann pro Jahr 650.000 Liter Öl ein“, rechnet Fischer vor, der sich schon lange für die Nutzung regionaler, erneuerbarer Energieträger einsetzt: „Wir müssen alle etwas gegen den Klimawandel tun. Alle, die jetzt auf Fernwärme umsteigen, haben vorher mit fossilen Brennstoffen geheizt.“

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