Gerichtsprozess: Mit G‘schichteln zu Schmerzpillen

Erstellt am 10. August 2022 | 03:34
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Foto: Pexels; Ekaterina Bolovtskova
Als der Hausarzt in Raabs eine höhere Dosis an Schmerzmitteln ablehnte, graste 26-Jähriger Ärzte im Waldviertel ab.
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„I steh’ immer zu dem, was ich gemacht habe. Ich habe den Autoschaden doch nur der Versicherung gemeldet, weil ich nicht gewusst habe, dass ich ihn selbst verschuldet habe. Ich stand unter Schmerzmittel“, beteuerte der Raabser (26) vor Gericht zum Vorwurf des versuchten Versicherungsbetruges.

Da dem 26-Jährigen punkto Schadensmeldung keine Betrugsabsicht nachgewiesen werden konnte, setzte es einen Freispruch im Zweifel. Dass der Raabser, als er vom Hausarzt keine höhere Schmerzmittel-Dosis nach einem Bandscheibenvorfall verschrieben bekam, bei anderen Medizinern im Waldviertel mit unwahren G‘schichteln für einen Nachschlag gesorgt hatte, räumte er ein.

Ein Kassenvertreter meinte zu der Menge an Schmerzmitten über die Rezeptpflicht hinaus: „Die Menge kann er nicht genommen haben, da würde er heute nicht mehr leben.“

Das weitere Betrugsverfahren gegen den Raabser wurde mit einer Probezeit von zwei Jahren vorläufig eingestellt.

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