Meisterkurse-Konzert: Herausragendes Können

Erstellt am 10. August 2022 | 04:34
Lesezeit: 3 Min
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Die Dozenten und Studenten der „Internationalen Meisterkurse in Begegnungen auf Schloss Raabs“ nach dem Abschlusskonzert am Sonntagabend im Großen Rittersaal.
Foto: Foto Monika Freisel
Renommierte Dozenten unterrichteten Schüler aus vielen europäischen Ländern in Raabs.
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Mit einer musikalischen Schlossführung am Sonntagvormittag und dem Abschlusskonzert am Abend gingen die diesjährigen „Internationalen Meisterkurse in Begegnungen auf Schloss Raabs“ zu Ende.

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Das Thelonius-Quartett empfing die Besucher am Eingangstor mit einem „Sonnenquartett“ von Joseph Haydn.
Foto: Monika Freisel

In einer künstlerischen und musikalischen Sommerwoche hatten sechs renommierte Dozenten die Schüler und Studenten aus vielen europäischen Ländern in Meisterkursen für Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass, Kammermusik und Alexander-Technik unterrichtet.

Dozent Gunter Teuffel, Initiator der Meisterkurse, zeigte sich überwältigt von der Gastfreundschaft der Familie Pils, in deren Besitz sich das Schloss seit 1996 befindet. Helga und Richard Pils ermöglichen seit fast 25 Jahren die Sommerkurse in diesem besonderen Ambiente.

Während der Schlossführung durch Karl-Michael Liemberger, der den Besuchern einen ersten Einblick in die 1000-jährige Geschichte der ehemaligen Königs- und Adelsburg bot, präsentierten die Absolventen der Meisterkurse in den Höfen und Räumen des Schlosses musikalische Zwischenspiele – am Eingangstor, im Oberen Schlosshof, in der Bibliothek, im Spiegelsalon, im Kleinen und Großen Rittersaal.

Verschollenes Dokument gefunden

 Im Kleinen Rittersaal erzählte Gunther Teuffel, dass er mit einem Kollegen im Schloss ein Stück Pergament gefunden hatte, auf dem ein Musikstück in alter Notation geschrieben war. Ein dazu konsultierter Experte für Alte Musik konnte es nicht fassen: Es sei ein verschollenes Dokument des 1505 geborenen englischen Komponisten Thomas Tallis. Teuffel und sein Musikerkollege spielten dieses Opus geistlicher Musik am Sonntag im Schloss.

Abschlusskonzert

Am Abend zeigten die Schüler und Studenten ihr herausragendes Können im Abschlusskonzert mit einem Stück aus der Traditional Bluegrass Music, Johann Sebastian Bachs Cello-Suite, Johann Nepomuk Hummels „Fantasie“, Max Bruchs „Kol Nidrei“, Franz Schuberts „Arpeggione“ – einmal mit Viola, einmal mit Cello gespielt – Dmitri Schostakowitschs „Sonate für Viola und Klavier“, Alexander Glasunows „Chant du Ménestrel“ und Édouard Lalos „Symphonie Espagnole“. Am Flügel begleitet wurden die jungen Musiker von Dozentin Marie Vigilante.

Zum Abschied spielte das Thelonius-Quartett das Andante aus Schuberts Streichquartett „Rosamunde“, als adäquaten Ausklang bot das sechsköpfige Cello-Ensemble Josef Rheinbergers „Abendlied“ dar.

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