Spatenstich erfolgt. Landesrat Karl Wilfing betonte, dass der Radweg für Bewohner und Touristen mehr bringt als Instandsetzung der Bahn.

Von René Denk. Erstellt am 14. Oktober 2014 (09:47)
NOEN, René Denk
Spatenstich für den Radweg Thayarunde: Anette Töpfl, Hermann Wistrcil, Bernadette Gundacker, Roland Datler, Rudolf Hofstätter, Willibald Pollak, Eduard Köck, Christian Drucker, Manfred Wühl, Reinhart Blumberger, Franz Kemetmüller, Rudolf Mayer, Maurice Androsch, Robert Altschach, Karl Wilfing, Helmut Schuecker, Reinhard Deimel, Josef Urban und Gerald Matzinger.

Fröhliche und erleichterte Gesichter sah man beim Spatenstich für den grenzüberschreitenden Radweg Thayarunde, der am 8. Oktober am ehemaligen Bahnhof in Dobersberg erfolgte.

Mit der Ablehnung der Einsprüche, die beim Landesverwaltungsgerichtshof von den Gegnern der Bahntrasse deponiert wurden, kann die EU-Förderung für den ersten Bauabschnitt in Höhe von rund 750.000 Euro lukriert werden. Hätte sich der Baustart bis auf nächstes Jahr verzögert, wäre die Förderung verfallen. Der Bauabschnitt kostet insgesamt 1,3 Millionen Euro, die gesamte Route sieben Millionen Euro, die zum Großteil vom Land finanziert werden wird.

Zukunftsraum Thayaland-Obmann Reinhard Deimel zeigte sich glücklich, ein „touristisches Leitprojekt für die gesamte Region“ nun auch endlich umsetzen zu dürfen. „Es war kein einfacher Weg. Nicht nur die Bewilligungsverfahren waren anspruchsvoll, sondern auch die Zwischenrufe einiger weniger, die viel Zeit und Energie gekostet haben und die das ganze Vorhaben um mindestens ein Jahr verzögerten“, sagte Deimel.

Attraktives Höhenprofil für Familien 

Die Thayarunde würde alles bieten, was eine Top-Radroute auszeichne: hohe natur- und kulturräumliche Qualität, attraktives Höhenprofil für Familien mit Kindern und für die Generationen 50+, viele Sehenswürdigkeiten und einiges mehr.

Deimel dankte auch, wie die Landesräte Maurice Androsch und Karl Wilfing, Bernadette Gundacker für ihren Einsatz der Unterschriftenaktion, die mehr als 4.000 Unterschriften hervorbrachte. Androsch dankte vor allem Deimel aber auch Wilfing für den überparteilichen Zusammenhalt: „Das hat gezeigt, dass man, auch wenn’s schwierig ist, einiges erreichen kann. Heute wird der Grundstein für eine Chance zur touristischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Region gelegt!“

Erster Abschnitt noch heuer fertig

Wilfing sprach klare Worte: „Die Instandsetzung der Strecke hätte 28 Millionen Euro gekostet und wäre der Bevölkerung nicht zugute gekommen. Die ÖBB meinen, dass man 120.000 Euro an Verlusten macht, wenn man bei touristischer Nutzung der Bahn am Wochenende 6.000 Passagiere befördert. Für die Bewohner und Touristen bringt der Radweg sicher weit mehr!“

Mit etwas Wetterglück wird der erste Bauabschnitt von der Grenze bis nach Dobersberg noch heuer fertig werden. Sobald es die Witterung zulässt, sollen nächstes Jahr dann die weiteren Radwege Waidhofen-Fratres (24 km) und Göpfritz-Raabs (19 km) der insgesamt 90 Kilometer langen Thayarunde fertiggestellt werden. Über den Winter wird jetzt bereits an zahlreichen Umfeldmaßnahmen für eine noch höhere Qualität der Radroute getüftelt.