Waidhofen an der Thaya

Erstellt am 13. Juni 2018, 06:01

von Michael Schwab

Spatenstich: Die W.E.B erweitert ihre Zentrale. Firma investiert rund 1,7 Millionen Euro in Büroerweiterung, durch die bis zu 40 neue Arbeitsplätze entstehen werden.

Bundesratsabgeordneter Eduard Köck, Finanzvorstand Michael Trcka, Bezirkshauptmann Günter Stöger, Bürgermeister Willibald Pollak, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Aufsichtsrats-Vprsitzender Josef Schweighofer, Bundesratsabgeornete Andrea Wagner, Aufsichtsrat Martin Zimmermann, Vorstandvorsitzender Franz Dumeier und Aufsichtsrat Stefan Bauer mit dem Plan für den Zubau.  |  Michael Schwab, Michael Schwab

Mit dem Spatenstich für einen neuen Bürozubau der W.E.B Windenergie AG am vergangenen Mittwoch erfolgte der Startschuss für bis zu 40 neue Arbeitsplätze in Pfaffenschlag.

Damit setzt die W.E.B den Weg weiter fort, ihren Wurzeln im Waldviertel treu zu bleiben und die Firmenzentrale zu erweitern, weil das internationale Wachstum der Firma dies nötig macht. Auf rund 760 Quadratmetern Fläche wird Platz für bis zu 40 Büroarbeitsplätze und eine Kantine geschaffen.

Der Klimaschutz ist ein integraler Bestandteil des Zubaus – so werden Photovoltaikmodule in den Fassaden Strom erzeugen, der in Energiespeichern vor Ort gespeichert und im Betrieb verbraucht wird. Rund 1,7 Millionen Euro investiert die W.E.B in die Erweiterung des Standortes. Schon ab Mai 2019 werden die Mitarbeiter die neuen Büros beziehen können.

„Strom aus Windkraft ist mittlerweile billiger als jener aus fossiler Energie. Nur so kann die Energiewende funktionieren.“ Frank Dumeier, Vorstandsvorsitzender W.E.B Windenergie

Bei der Spatenstichfeier hob Vorstandsvorsitzender Frank Dumeier die Erfolgsgeschichte der W.E.B hervor: „Seit der Gründung vor 24 Jahren hat sich das Unternehmen von einem Waldviertler Startup- zu einem internationalen Energieunternehmen entwickelt, das in sieben Ländern auf zwei Kontinenten aktiv ist.“

Seit 2007 besteht die Firmenzentrale in Pfaffenschlag. Die Zahl der Mitarbeiter in der Unternehmensgruppe stieg seither von 26 auf 140 an. Mit rund 3.800 Aktionären ist die W.E.B Österreichs größtes Bürgerbeteiligungsunternehmen. „Der Großteil davon kommt aus Niederösterreich“, verkündete Dumeier stolz. Heuer errichtet die Firma in fünf Ländern neue Windparks. „Jeder Windpark bedeutet neue Arbeitplätze in unserer Zentrale“, hob Dumeier den Grund für den Ausbau hervor. Strom aus Windkraft sei mittlerweile billiger als jede fossile Energiequelle zur Stromerzeugung. „Nur so kann die Energiewende funktionieren“, betonte Dumeier.

So wird die erweiterte Firmenzentrale der W.E.B in Pfaffenschlag aussehen.  |  W.E.B

Bürgermeister Willibald Pollak freute sich, dass der größte Arbeitgeber der Gemeinde Pfaffenschlag nun weitere Arbeitsplätze schafft. „Ich hoffe, dass auch in Zukunft die W.E.B weiter ausbauen wird und den Namen Pfaffenschlag in die Welt hinausträgt“, sagte Pollak in seiner Ansprache.

Zum Spatenstich war auch Landeshauptfrau Johann Mikl-Leitner gekommen. „Der Name W.E.B ist ein sensationeller Name, der mir in der Politik leider nicht nur Freude, sondern manchmal auch Probleme macht“, meinte Mikl-Leitner zu Beginn ihrer Festrede in Anspielung auf die schwierige Situation der Windkraft in Niederösterreich, wo geplante Anlagen immer wieder durch Bürgerinitiativen bekämpft und verhindert werden.

Investition unterstreicht die Standortqualität

Eine der wichtigsten Aufgaben sei, Initiativen gegen den Klimawandel zu starten. „Die W.E.B brennt für Windenergie, Photovoltaik, Elektromobilität und Innovation. Wenn man mit Mitarbeitern und Geschäftsführung in Kontakt tritt, spürt man, dass alle Beteiligten das mit unglaublicher Liebe, Kompetenz und Leidenschaft machen“, strich Mikl-Leitner die Vorreiterrolle des Unternehmens im Bereich Klimaschutz und Energiewende heraus.

Die Firma sei regional verankert und international unterwegs, ein Global Player, der nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland, Frankreich, Kanada und den USA wirtschaftlich erfolgreich unterwegs sei. Es sei wunderbar, dass sich ein solches Unternehmen hier in Pfaffenschlag angesiedelt habe. „Dass Sie hier investieren, unterstreicht die Standortqualität in Niederösterreich und im Waldviertel“, betonte die Landeshauptfrau.

W.E.B-Gründer Andreas Dangl und Finanzvorstand Michael Trcka überreichten einen Geschenkkorb an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.  |  Michael Schwab

Sie führte den Breitbandausbau und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur – Stichwort „Europaspange“ – als die wichtigsten Zukunftsprojekte für das Waldviertel an. „Wir haben erkannt, dass quer durch Mitteleuropa eine hochrangige Straßenverbindung fehlt. Mit der Europaspange können wir hier einen dynamischen Wirtschaftsraum schaffen“, meinte Mikl-Leitner. Die Politik müsse die besten Entscheidungen zum Wohle zukünftiger Generationen treffen.

Der Festakt wurde mit Darbietungen der Volksschule Pfaffenschlag und des Kindergartens Pfaffenschlag sowie musikalischen Beiträgen der Trachtenkapelle Buchbach umrahmt.

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