Blumauer Marterl im neuen Glanz. Dorferneuerungsverein-Obmann Franz Spann und Willibald Haider renovierten vor kurzem zwei Marterl. Ein drittes wurde schon im Vorjahr saniert. Verein ist sehr aktiv im Ort.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 29. Juli 2021 (04:23)

Drei Marterl stehen im Umfeld von Blumau. Diese sind natürlich ständig der Witterung ausgesetzt. Der Dorferneuerungsverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Marterl optisch immer auf Vordermann zu halten.

Marterl müssen alle paar Jahre renoviert werden. Eines wurde schon im Vorjahr von Obmann Franz Spann und Willibald Haider renoviert. In den vergangenen Wochen wurden die beiden anderen wieder auf Hochglanz gebracht.

„Alle paar Jahre muss man die Marterl renovieren. Zuerst wurden sie gründlich gereinigt. Abgebröckelter Putz wurde wieder erneuert und danach die Marterl neu gestrichen“, erzählt der pensionierte Polier Spann, der früher in Wien Barockfassaden renovierte. „Der Arbeitsaufwand liegt bei rund 12 Stunden pro Person und Marterl. Aber es liegt uns am Herzen, dass die Marterln immer in Ordnung sind.“

„Eines der Marterl steht bei mir“, schildert Ortsvorsteher Johann Filipp – und meint damit jenes beim Kirchbergweg: „Wir haben persönlich darauf geschaut und es immer wieder gestrichen. Meine Mutter hat eine Madonna für das Marterl gekauft.“ Der Dorferneuerungsverein habe die aktuelle Erneuerung angeboten, worüber sich Filipp freute. Die Marterl gehörten früher während der Bitttage zu den Stationen, die von den Gläubigen im Zuge der Prozession aufgesucht wurden.

Die Kosten der Renovierung trägt der Dorferneuerungsverein Blumau. Der Verein ist üblicherweise sehr umtriebig. Geld wird bei Veranstaltungen wie Flohmärkten, Punschhütten oder Gschnas lukriert. Durch die Pandemie entfielen diese Veranstaltungen, doch glücklicherweise kann man noch ein bisschen vom Ersparten zehren.

Dorferneuerungsverein kümmert sich um verschiedenste Dinge. Sonst kümmert sich der Dorferneuerungsverein um verschiedenste Dinge im Ort. Auch das Geländer bei der Lösch-Schwemme mitten im Ort wurde in kompletter Eigenregie hergestellt. Beim Teich außerhalb der Ortschaft wurde ein Grillplatz für die Allgemeinheit angelegt. Das größte Projekt war die Sanierung der alten Schule, die als Vereinshaus genutzt werden darf. „Hier haben wird das Dach und die Fassade neu machen müssen“, erzählt der Obmann.

Bei den größeren Tätigkeiten sind dann so zehn bis fünfzehn Leute beteiligt. Auch der Blumenschmuck und der Fußballplatz werden vom Verein betreut. Um die Kassa wieder etwas zu füllen, ist am letzten Wochenende im August und am ersten Septemberwochenende – samstags von 9 bis 17 Uhr und sonntags von 9 bis 12 Uhr – wieder ein Flohmarkt in der alten Schule geplant.