Norbert Rabl feierte siebzigsten Geburtstag in Oedt. Rinderzucht-Altfunktionär holte Feier mit Kammervizepräsidentin Andrea Wagner nach, und blickte auf sein Wirken zurück.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 11. Juli 2020 (05:49)
Richard Pichler, Vizepräsidentin Andrea Wagner, Otto Zimmermann und Karl Polt gratulierten Norbert Rabl (Mitte) zum runden Jubiläum.
privat

Kammervizepräsidentin Andrea Wagner gratulierte Altfunktionär Norbert Rabl zum 70. Geburtstag.

2020 ist für die Rinderzuchtgeschichte des Waldviertels ein ganz besonderes Gedenkjahr, das Corona-bedingt kein gutes Jahr zum Feiern von Jubiläen ist.

Runde Geburtstage, Gründungsjubiläen, Gedenktage an gute oder auch weniger schöne Ereignisse sollen aber dennoch nicht vergessen werden. Das dachte sich auch Norbert Rabl aus Oedt/Wild, als er kürzlich zu einer kleinen Runde einlud, um seinen am 27. April stattgefundenen 70. Geburtstag nachträglich zu feiern.

Als langjähriger Fleckviehzüchter und Träger zahlreicher Spitzenfunktionen in der regionalen und niederösterreichischen Rinderzucht und Leistungsprüfung sowie in der Landwirtschaftskammer und bei Raiffeisen war es ihm offensichtlich ein besonderes Anliegen, mit der neuen Kammervizepräsidentin Andrea Wagner und Repräsentanten des NÖ Genetik Rinderzuchtverbandes zusammenzutreffen, um Erinnerungen und Erfahrungen auszutauschen, Aktuelles und Regionales zu diskutieren und Zukunftsideen anzudenken.

Gefeiert wurde am Hof in Oedt

Die Geburtstagsrunde traf sich am Hof von Doris und Roland Rabl in Oedt. Zu Beginn gab es für die Gäste eine interessante Führung durch Hof und Stall, wo derzeit 70 Milchkühe, das gesamte Jungvieh inklusive Mast der männlichen Tiere, die Stallungen füllen.

Der engagierte Altfunktionär Norbert Rabl zeigte rückblickend beispielhafte Entwicklungen in seinem Bezirk bzw. seiner Gemeinde auf. So z.B. die Errichtung der Genossenschaftsweide im Jahr 1912 und die Anerkennung der Gemeinde Ludweis-Aigen als erste BVD-freie (BVD ist eine Durchfallerkrankung bei Rindern) Gemeinde Österreichs im Jahr 2004. Auch die denkwürdige Grenzlandtierschau 1996 wurde erwähnt.

„Norbert Rabl hat in seinen engagierten Funktionärsjahren ab 1979 bis zu seinem Ausscheiden gerne Verantwortung mitgetragen und war immer bemüht, Interessenskonflikte gütlich zu lösen“, wird seitens der Rinderzucht Waldviertel betont. „Sein Mitwirken in vielen Gremien innerhalb der Rinderzüchterfamilie, in der Zusammenarbeit mit den Nachbarländern und der Kontaktpflege mit den Exportländern verschafften ihm eine gute Gesamtsicht, große Wertschätzung und hohen Bekanntheitsgrad. Da kann man nur ein bescheidenes Danke sagen, das vor allem auch seiner Gattin und seiner Familie ausgesprochen wird.“