Wer in Dobersberg zur Wahl antritt. Die Spitzenkandidaten aus Dobersberg und was sie für die nächsten fünf Jahre vorhaben.

Von Michael Schwab. Erstellt am 23. Januar 2020 (12:22)
Franz Traxler (ÖVP), Kevin Krist (SPÖ) und Martin Langsteiner (FPÖ)
Schwab, privat, privat

Ihre Kurzbilanz: Wie hat sich die Gemeinde aus Ihrer Sicht seit der Gemeinderatswahl 2015 entwickelt?

Franz Traxler, ÖVP: Wir haben es geschafft, Bauplätze für junge Leute zur Verfügung zu stellen und mit der Firma Kainz einen Betrieb mit neun Mitarbeiter anzusiedeln. Touristisch profitieren wir deutlich vom Radweg Thayarunde, die mehr Frequenz für die Wirtshäuser bringt. Auch der Kindergarten ist gut ausgelastet.

Kevin Krist, SPÖ: In meinen Augen hat sich unsere schöne Marktgemeinde Dobersberg in den letzten Jahren klar zum positiven entwickelt, unser neuer Radweg hat sich in den letzten Jahren klar etabliert, und dass in naher Zukunft Wohnungen für junges betreutes Wohnen entstehen sollen, unterstütze ich sehr.

Martin Langsteiner, FPÖ: Durch die veralteten und eintönigen ÖVP-Strukturen, die nicht am Puls der Zeit sind, konnte sich die Marktgemeinde Dobersberg nur schleppend weiterentwickeln. Es gibt aus meiner Sicht wenig Perspektiven für die Jugend, Bezug nehmend auf Arbeitsplätze oder auch den Wohnbau.

Wo gibt es für die kommenden fünf Jahre Handlungsbedarf?

Franz Traxler, ÖVP: Unsere Bauplätze sind weitgehend verkauft, wir müssen daher eine Bauland-Erweiterung angehen. Um die Ortskerne zu erhalten, wollen wir Familien die Möglichkeit bieten, auch im Zentrum bauen zu können. Ein wichtiger Punkt wird auch die Sicherstellung der Versorgungs- und Krisensicherheit der Wasserversorgung sein. Auch an der zahnärztlichen Versorgung bleiben wir dran. Wir bräuchten auch mehr Nächtigungsmöglichkeiten für die Radgäste.

Kevin Krist, SPÖ: Für mich gibt es ein großes Thema, bei dem etwas geschehen muss: die Aufschließung neuer Baugründe in den umliegenden Dörfern. Es sollte nicht die gesamte Aufschließung für Dobersberg selbst aufgewendet werden oder gar nur darauf beschränkt werden. Weiters brauchen wir einen barrierefreien Zugang zu unserem Gemeindeamt. Es darf nicht sein, dass ein körperlich eingeschränkter Mensch nicht die Amtsräume betreten kann.

Martin Langsteiner, FPÖ: Beim Ausbau und vor allem an der Instandhaltung der Infrastruktur. Es müssen Anreize für Betriebsansiedelungen geschaffen werden, um der Abwanderung entgegenzuwirken. Die Baugrundproblematik in der Marktgemeinde Dobersberg muss beleuchtet werden. Es gilt die Ortskernbelebung voranzutreiben, sowie Anreize zu schaffen, alte Gebäude wieder bewohnbar zu machen, um die Flächenversiegelung einzudämmen.

Warum soll man am 26. Jänner Ihnen die Stimme geben?

Franz Traxler, ÖVP: Weil wir ein breit aufgestelltes Team sind, das sich um sämtliche Anliegen der Bevölkerung kümmern kann. Bei uns sind Jung und Alt, Wirtschaftstreibende und Angestellte, Männer und Frauen vertreten.

Kevin Krist, SPÖ: In meinen Augen ist die Gemeinderatswahl kein Wahlkampf im herkömmlichen Sinn, sondern eine Persönlichkeitswahl. Daher sollte man denjenigen wählen, dem etwas an unserer schönen Gemeinde liegt.

Martin Langsteiner, FPÖ: Wir sprechen und packen auch unangenehme Themen an. Wichtig ist uns ein offener und ehrlicher Umgang mit unseren Bürgern. Eine Stimme für uns ist der Garant, dass Anliegen gehört und umgesetzt werden.

Was wäre für Sie ein Wahlerfolg?

Franz Traxler, ÖVP: Für uns wäre es wünschenswert, wenn wir unsere 15 Mandate halten können.

Kevin Krist, SPÖ: Da es meine erste Wahl ist, würde ich mich über 100 Stimmen freuen.

Martin Langsteiner, FPÖ: Wenn wir gegenüber dem Wahlergebnis von 2015 zulegen könnten, wäre es ein Erfolg.