Wofür sich die Spitzenkandidaten in Thaya einsetzen. Die Spitzenkandidaten für die Gemeinderatswahl aus Thaya und was sie für die nächsten fünf Jahre vorhaben.

Von Michael Schwab. Erstellt am 22. Januar 2020 (16:04)
Bürgermeister Eduard Köck (ÖVP), Gottfried Fasching (SPÖ) und FPÖ-Spitzenkandidat Reinhard Pauer (von links). Fotos: Archiv (Köck) bzw. privat
Archiv (Köck) bzw. privat

Hinweis: In der Druckausgabe der Waidhofner NÖN wurden leider die die Antworten von SPÖ-Spitzenkandidat Gottfried Fasching und FPÖ-Spitzenkandidat Reinhard Pauer mit den zugehörigen Fotos vertauscht. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen. Hier die korrekte Version:

Ihre Kurzbilanz: Wie hat sich die Gemeinde aus Ihrer Sicht seit der Gemeinderatswahl 2015 entwickelt?

Bürgermeister Eduard Köck will die 13 ÖVP-Mandate halten oder im Idealfall ausbauen.
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Eduard Köck, ÖVP: Sehr gut. Neue Betriebe haben sich angesiedelt, Bauland wurde geschaffen, Junges Wohnen und Reihenhäuser entstanden, Glasfaser, Kanal, Plätze und Straßen wurden erneuert und angelegt. Ein Nahversorger und eine Tageskinderbetreuung wurde geschaffen, Denkmalhäuser wurden renoviert und viele gute Projekte fortgeführt. Auch die Anliegen der Bürger wurden, wo es möglich war, umgesetzt.

Gottfried Fasching, SPÖ: Die Marktgemeinde Thaya hat sich in den letzten fünf Jahren aus meiner Sicht positiv entwickelt. Durch die Schaffung der entsprechenden Infrastruktur – leistungsfähiges Glasfasernetz, Ärztehaus, Ausbau der Kinderbetreuung, Neubau eines Nahversorgers, Schaffung von Wohnraum – wird die Marktgemeinde Thaya für junge Familien attraktiv und verzeichnet stetig Zuwachs.

Reinhard Pauer, FPÖ: In den fast 50 Jahren, in denen ich in der Marktgemeinde Thaya wohne, hat sich vieles verändert. Durch Nahversorger, Bäcker, Fleischer und Gasthäuser sind wir bestens versorgt. Das gemeinsam mit dem Radweg errichtete Glasfaserinternet bedeutet modernste IT-Infrastruktur. In Summe ist die Marktgemeinde Thaya deshalb für mich ein wirklich lebenswerter Wohnort.

Wo gibt es für die kommenden fünf Jahre Handlungsbedarf?

Eduard Köck, ÖVP: Wir haben viel vor, nämlich wiederum Bauland und Gewerbebauland zu schaffen und auch betreutes Wohnen zu entwickeln. Die Erneuerung der Infrastruktur ist eine weitere wichtige Maßnahme. Der Rückhalt des Regenwassers soll ein Schwerpunkt werden, die ökologische Energieproduktion soll ausgebaut werden und auch die Verkehrsberuhigung wollen wir angehen. Alle Orte sollen Verschönerungen in verschieden Bereichen bekommen, im Hauptort vor allem vor der Kirche. Den Radweg-Tourismus wollen wir ebenfalls besser nutzen.

Gottfried Fasching tritt für die SPÖ als Spitzenkandidat an, die derzeit vier Mandate hält.
privat

Gottfried Fasching, SPÖ: Ein wichtiges Anliegen für mich ist die Entschärfung der Gefahrenzonen in Thaya. Dazu gehört Tempo 30 im Bereich der Volksschule und auch des Kindergartens. Weiters sollen Verkehrszeichen mit der Aufschrift „Achtung Schule“ in der Hauptstraße und Hinweistafeln beim neuen Fußgängerübergang in der Kautzenerstraße aufgestellt werden. Wichtig für die Entwicklung der Gemeinde ist aber auch die weitere Erschließung von Bauplätzen, außerdem gehört endlich die Asphaltierung der Gemeindestraße in Peigarten in die Tat umgesetzt.

Reinhard Pauer, FPÖ: Es gilt , den ländlichen Charakter der Marktgemeinde Thaya zu erhalten. Dazu gehört ein verantwortungsvoller Umgang mit Grund und Boden sowie die Erhaltung des Waldes. Zunehmender Verkehr wäre auf eine Ortsumfahrung zu verlagern (Verkehrsachse Zwettl -Waidhofen - Slavonice). Die notwendigen Ausgaben der Gemeinde (Infrastruktur, usw.) sollten nicht durch weitere Schulden finanziert wrden, und so auf künftige Generationen von Gemeindebürgern „verlagert“ werden. Sozial Schwache sind zu unterstützen.

Warum soll man am 26. Jänner Ihnen die Stimme geben?

Eduard Köck, ÖVP: So wie in den letzten Jahren werden alle unsere Mandatare nahe am Bürger sein und unterstützen wo es geht, denn so wie von mir selbst verlange ich von unseren Mandataren Leistung.

Gottfried Fasching, SPÖ: Weil wir Gemeindepolitik nicht als Parteipolitik verstehen. Wir machen Politik für alle Gemeindebürger. Jede Stimme für die SPÖ ist eine Stimme für mehr Demokratie.

FPÖ-Spitzenkandidat Reinhard Pauer will die zwei Mandate seiner Partei halten.
privat

Reinhard Pauer, FPÖ: Wir haben immer auf eine wirtschaftliche und zweckmäßige Verwendung der finanziellen Mittel hingewiesen. Regiert eine Partei allein, ist dies für die Demokratie nicht gut. 

Was wäre für Sie ein Wahlerfolg?

Eduard Köck, ÖVP: Unsere Stimmen halten oder Stimmen dazu gewinnen.

Gottfried Fasching, SPÖ: Jeder Stimmenzuwachs wäre ein Erfolg.

Reinhard Pauer, FPÖ: Für die Partei ist das Halten der Mandate ein Erfolg.