Groß Siegharts ist hart umkämpft. In Groß Siegharts langen SPÖ und ÖVP nach der Bürgermeister-Funktion. FPÖ mischt mit.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 16. Januar 2020 (03:45)
Gemeinderat Christian Kopecek ist neuer SPÖ-Spitzenkandidat, derzeit 11 Mandate. Stadtrat Ulrich Achleitner (ÖVP) erhebt ebenso Anspruch auf den Bürgermeister-Sitz, 8 Mandate. Gemeinderat Hannes Halwachs ist Listenerster und tritt für die FPÖ an, 2 Mandate.
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Ihre Kurzbilanz: Wie hat sich die Stadtgemeinde seit 2015 entwickelt?

Kopecek: Die Kleinkindbetreuung geht weiter, das Breitband wird, die Nachmittagsbetreuung wurde ausgebaut, neu ist das Car-Sharing-Projekt, die Kläranlage ist adaptiert, große Events finden statt, das Sparkassenmuseum wurde eröffnet. Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung und Schaffung von Wohnraum.

Achleitner: Seit der letzten Gemeinderatswahl konnte einiges realisiert werden. Leider waren dies nur Projekte, die wirklich notwendig waren (Sanierung von Kanal und Straßen), welche auch im Gemeinderat einstimmig beschlossen wurden. Der Breitbandausbau wurde vom Land NÖ und von der NÖGIG finanziert.

Halwachs: Sicher positiv zu erwähnen sind hier der Ausbau des Glasfasernetzes, die Sanierung der Straßenbeleuchtung und die lange geforderte Barrierefreiheit im Gemeindeamt mit einem Treppenlift. Wichtige Dinge wie die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung liegen aber noch vor uns.

Wo gibt es für die kommenden fünf Jahre Handlungsbedarf?

Kopecek: Ärztliche Versorgung wiederherstellen, den Bestand unserer Schulen sichern, das Beste für unsere Kinder und Jugendlichen schaffen, eine moderne Bürgerservicestelle schaffen, Ausbau der Infrastruktur (wie Breitband, Kanal und Wasser), Feuerwehren und Rettungsorganisationen unterstützen, Umweltschutz und Energieeffizienz forcieren, Tourismus erweitern und verbessern (Wanderwege, Radweg, Waldbad, Museen, Freizeiteinrichtungen, Veranstaltungen).

Achleitner: Die medizinische Versorgung gehört unbedingt verbessert. Ein erster Schritt sind neue Ordinationszeiten, aber das reicht noch lange nicht aus. Ein großer Wunsch ist die Ansiedelung eines zusätzlichen Nahversorgers (Supermarkt). Die Vorteile des schnellen Glasfasernetztes sollen für Betriebsansiedelungen und Gratis-WLAN auf öffentlichen Plätzen genutzt werden. Jeder neue Arbeitsplatz im Stadtamt und am Bauhof soll öffentlich ausgeschrieben werden.

Halwachs:Ausbau der öffentlichen Verbindungen. Sanierung und Ausbau der Verkehrswege. Gemeinde für junge Familien attraktiv machen. Gemeindebürger mehr in die Entscheidungen miteinbeziehen. Das Wichtigste wird die Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung sein. Den Schulstandort Groß Siegharts sicherstellen. Arbeitsplätze schaffen und die Abwanderung stoppen. Das Technikzeitalter darf nicht an der Gemeinde vorüberziehen.

Warum soll man am 26. Jänner Ihnen die Stimme geben?

Kopecek: Ich habe ein offenes Ohr für die Anliegen der Mitbürger, gehe gerne auf sie zu, bin ein Macher und kein Verhinderer!

Achleitner: Weil ich für Veränderung stehe und die Gemeinde Groß Siegharts in eine positive Zukunft führen will.

Halwachs: Um mit einer freiheitlich-starken Stimme die Zukunft unserer Gemeinde mitzuentscheiden, nur gemeinsam sind wir stark.

Welches Wahlergebnis würden Sie als Erfolg werten?

Kopecek: Ein Erfolg wäre für mich das Halten oder Erhöhen der derzeitigen Mandatszahl der SPÖ.

Achleitner: Wenn es gelingt, dass die ÖVP zukünftig den Bürgermeister in Groß-Siegharts stellen kann.

Halwachs: Jeder Zugewinn und das Ende der Absoluten.

Falls es am 27. Jänner keine Partei mit absoluter Mehrheit gibt: Welche Rolle soll Ihre Fraktion dann spielen?

Kopecek: Mein neues Team und ich sind für Zusammenarbeit, um gemeinsam mit allen Fraktionen das Beste zu erarbeiten und aus Groß Siegharts eine bürgernahe, lebenswerte und dem Zeitgeist entsprechende Stadt zu machen.

Achleitner: Nach der Wahl werden auf alle Fälle Gespräche mit allen geführt. Wenn nötig, müssen Arbeitsübereinkommen mit einer anderen Partei geschlossen werden, damit der künftige Bürgermeister Ulrich Achleitner heißt.

Halwachs: Dann sind wir bereit in der Gemeinde Verantwortung zu übernehmen und mit den anderen Parteien in Verhandlungen zu treten, um die Gemeindepolitik in den nächsten fünf Jahren aktiv mitzugestalten.