Sauer ist Ehrenbürger. Für sein Wirken in der Gemeinde Thaya sowie sein vielfältiges Engagement in Politik und Landwirtschaft wurde Willi Sauer zum Ehrenbürger von Thaya ernannt.

Von Michael Schwab. Erstellt am 30. April 2014 (00:00)
NOEN, Michael Schwab
Bürgermeister Eduard Köck überreichte die Ernennungsurkunde zum Ehrenbürger an Willi Sauer.

Zum Ehrenbürger der Marktgemeinde Thaya wurde Willi Sauer am 23. April im Rahmen einer Festsitzung im Gasthaus Haidl ernannt.

Karriere vom Gemeinde- zum Nationalrat

Bürgermeister Eduard Köck hob in seiner Ansprache das vielfältige politische Wirken Sauers sowohl innerhalb der Gemeinde als auch in Bund und Land hervor. Seine politische Karriere hatte im Jahr 1970 im Gemeinderat von Thaya begonnen, und führte über das Amt des Vizebürgermeisters von 1975 bis 1985 schließlich in den Landtag, wo Willi Sauer von 1988 bis 1993 als Abgeordneter der ÖVP vertreten war.

Daran hängte Sauer eine Amtsperiode (1994 bis 1999) als Nationalratsabgeordneter der ÖVP an. Auch auf Sauers zahlreiche Funktionen auf Bezirksebene als Obmann der Bezirksbauernkammer, als Raika-Obmann, Raiffeisen-Lagerhaus-Aufsichtsrat, ÖVP-Obmann, Bauernbundobmann, JVP-Obmann und als Obmann des ländlichen Fortbildungsinstituts ging Köck in seiner Festrede ein. Genauso hob er auch Sauers Engagement als Präsident des Niederösterreichischen Roten Kreuzes (seit 2006) hervor.

„Ein sichtbares Zeichen des Dankes setzen“

„Wenn man in die Bevölkerung hineinhört, hört man oft, dass Leute wie Willi Sauer das alles nur für sich selbst machen und dass sie Ehrungen nachlaufen. Richtig ist, dass es in einer Demokratie Menschen geben muss, die bereit sind, die Demokratie mit ihrem Engagement und ihrer Zeit zu tragen. Von Zeit zu Zeit ist es angebracht, diesen Menschen ein sichtbares Zeichen des Dankes zu setzen“, betonte Köck.

Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller hob die Suche nach einem Konsens als wesentliche Eigenschaft Sauers hervor. „Du hast immer den Menschen gesehen, und nach einer Lösung gesucht“, meinte er. Nationalratsabgeordnete Martina Diesner-Wais (ÖVP) wies in ihrer Ansprache darauf hin, dass von allen hohen Auszeichnungen jene die meiste Freude bringen würden, die man in der eigenen Gemeinde erhalte.

Sauer bedankte sich für „höchste Auszeichnung, die es gibt“

„Ehrenbürger zu werden, ist für einen Gemeindebürger die höchste Auszeichnung, die es gibt“, nahm Sauer die Ernennung dankend an. Er zeigte sich bescheiden und wies darauf hin, dass er in all seinen Funktionen gar nichts Besonderes getan habe, außer seine Pflicht zu erfüllen.

Er bedankte sich auch bei seiner Frau Helga, die während seiner häufigen beruflichen Abwesenheiten den Bauernhof allein geführt hatte und Verständnis für seinen vollen Terminkalender gezeigt hatte. „Wir sind jetzt zwar fast 50 Jahre verheiratet, aber wir waren nur 25 Jahre zusammen, wenn es gut geht“, meinte Sauer in seiner Dankesrede.