Scheunenbrand in Liebnitz fordert 21 Feuerwehren. Großalarm gab es am 9. August für die Feuerwehren im Abschnitt Raabs. Kurz vor Mitternacht stand eine Scheune eines landwirtschaftlichen Betriebes in Liebnitz in Vollbrand.

Erstellt am 10. August 2013 (09:08)
NOEN, LFK NÖ
Aufgrund der Wasserknappheit im Ort wurde zusätzlich zur höchsten Alarmstufe B4 noch weitere 11 Feuerwehren alarmiert. Die Flammen waren bereits von weitem sichtbar. Durch den Wind und den starken Funkenflug drohte der Brand auf weitere Scheunen und benachbarte Gebäude überzugreifen.

Wasserknappheit und Atemschutztrupps

In der Erstphase galt es die benachbarten Gebäude vor den Flammen zu schützen. Parallel dazu wurden mehrere Leitungen zur Löschwasserversorgung der Tanklöschfahrzeuge hergestellt. Zwei 600 Meter lange Zubringleitungen wurden von der Thaya errichtet, eine weitere vom Hydranten-Netz und eine von einer Zisterne. Von der Rückseite und der Hofseite des Anwesens wurden mit mehreren C und B-Rohren die Nachbarobjekte geschützt und der Brand bekämpft. Dabei standen 4 Atemschutztrupps im Einsatz. Mit Hilfe der Teleskopmastbühne der Feuerwehr Raabs wurde der Brand auch von oben bekämpft.



Die Scheune konnte aufgrund von Einsturzgefahr nicht mehr betreten werden. Der Brand musste daher von außen bekämpft werden. Durch den Umfassenden Löschangriff war der Brand nach rund einer Stunde unter Kontrolle. Kurz nach 1:00 Uhr konnte „Brand aus“ gegeben werden. Die Atemluftflaschen wurden vor Ort mit dem Atemluftkompressor der FF Großau wiederbefüllt. Verletzt wurde niemand. Ein Übergreifen des Brandes auf angrenzende Gebäude konnte von den Einsatzkräften verhindert werden. Die rund 2 dutzend Schweine im Stallgebäude blieben dadurch unverletzt.

21 Feuerwehren standen mit insgesamt 36 Fahrzeugen und 252 Mitgliedern im Einsatz. Die Polizei und das Rote Kreuz waren ebenfalls vor Ort.

Auch im Süden des Landes gab es zahlreiche Feuerwehr-Großeinsätze: