Die Diesellok stünde für die Strecke bereit. Der Lokalbahnverein Zwettl möchte weiterhin die Strecke nutzen, sie muss zuvor allerdings neu verhandelt werden.

Von Hannes Ramharter. Erstellt am 01. August 2018 (05:24)
Wasinger
In frischem Glanz strahlt die renovierte Diesellok des Lokalbahnvereins Zwettl, die dieser auf der Strecke Schwarzenau-Waidhofen einsetzen möchte.

Noch immer steht das Signal für Fahrten zwischen Schwarzenau und Waidhofen auf Halt.

Dabei hat der Lokalbahnverein Zwettl, der die Strecke zukünftig nutzen möchte, einen wesentlichen Teil seiner Hausaufgaben bereits erledigt. Die Diesellok, die auf dieser Strecke zukünftig eingesetzt werden soll, wurde renoviert und glänzt wie neu. Ansonsten gäbe es, laut Obmann Karl Wasinger nur ein paar Kleinigkeiten zu erledigen, etwa den Tausch von rund 50 Schwellen und Streckenpflege, bei der man - möglichst bald - nachwachsende Bäume und Sträucher von den Gleisen entfernen sollte.

Die Strecke wurde von der Kleinregion „Thayaland“ von der Niederösterreichischen Verkehrs-Organisationsgesellschaft (NÖVOG) um einen symbolischen Betrag gepachtet. Innerhalb der Kleinregion ist Obmannstellvertreter Maurice Androsch für den Bahnbereich zuständig.

Investitionen sollen im August beschlossen werden

Auf Nachfrage der NÖN teilt Androsch mit, dass bei einer Sitzung im Mai festgelegt worden sei, wie es auf dieser Bahnstrecke weitergehen soll. Die Einreichplanung für ein Teilstück in Waidhofen, wo es im Bereich des Lagerhauses zu einer Straßenerweiterung kommen soll, sei erledigt worden.

Für die restliche Strecke soll im August die Einreichplanung fertiggestellt und den Behörden übergeben werden. Das betrifft vor allem die Neuverhandlung der Eisenbahnkreuzungen sowie das Einholen von Kostenvoranschlägen für das Ausmähen und den Schwellentausch. Insgesamt wird laut Androsch die gesamte Strecke „angeschaut und neu verhandelt“. Er geht allerdings davon aus, dass relativ wenig zu machen ist. Allfällige Investitionen sollen in der August-Sitzung der Kleinregion beschlossen werden.

Sollte die Strecke wieder mit Zügen befahren werden können, kann sich der Lokalbahnverein durchaus ein ergänzendes Nebeneinander mit dem Betrieb der NÖVOG-Linien auf der Waldviertler Schmalspurbahn zwischen Gmünd und Litschau sowie zwischen Gmünd und Groß Gerungs vorstellen.

Auch Maurice Andtrosch spricht davon, dass Begleitmaßnahmen wie touristische Pakete erarbeitet und angeboten werden sollen. Er sieht den möglichen Bahnbetrieb als ergänzendes und zusätzliches Angebot, das mit der Thayarunde gemeinsam noch besser vermarktet werden kann.

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