Schüler aus Raabs als Künstler für WAV. Schüler der Mittelschule Raabs fertigten Bilder für eine Dauerausstellung im Bürogebäude an.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 22. Juni 2021 (15:37)
440_0008_8107719_wai25bandl_kunst_trifft_bau_bt1.jpg
Die Schüler der 4K der Neuen Mittelschule Raabs mit Ina Dascenco, Martin Trimmel, Magdalena Dabergotz, Stefanie Zotter, Angelina Suljic, Ella Permoser, Pascal Breuer, Valentina Fischer, Monika Breuer, Philip Strohmer, Daniel Hery nek, Katharina Waitz, Lukas Weber, Johannes Gutkas, Peter Ringl, Johannes Piffl, Sarah Gererstorfer, Raphael Gererstorfer, Niklas Lenz und Velethan Pire mit Lehrerin Waltraud Hahn sowie Schul-Direktorin Anita Mayrhofer, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Bezirkshauptmann Günter Stöger, Vizebürgermeister Franz Fischer und den WAV-Direktoren Manfred Damberger und Huber Mayrhofer.
NOEN

„Kunst trifft Bau“ war der Titel einer Veranstaltung der Bau- und Siedlungsgenossenschaft „Waldviertel“ (WAV) in Raabs. Dabei handelte es sich um die Eröffnung einer Dauerausstellung im Bürogebäude der Firma. Bereits 2008 schufen Schüler der Neuen Mittelschule Raabs Bilder für die WAV, die im Gang des Gebäudes präsentiert wurden. 13 Jahre später wurden nun neue Werke von der 4K der Neuen Mittelschule Raabs unter Unterstützung ihrer Klassenvorständin Waltraud Hahn angefertigt. Den roten Faden bei den Darstellungen bildeten die Thematiken „Leben - Wohnen – WAV“. Dabei wurden unterschiedliche Techniken angewandt und durchaus spannende Zugänge gefunden, die auch die anwesende Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister beeindruckten.

Symbiose bilden. „Ich finde es großartig, wenn Schulen mit regionalen Firmen eine Symbiose bilden und Schüler dadurch die Möglichkeit haben, den Betrieb und deren Alltag kennenzulernen“, meint Teschl-Hofmeister. Die Pandemie hätte nicht nur Negatives gebracht, sondern auch einen Kollateralnutzen. So hätten Bildung und der ländliche Raum gewonnen. Junge Leute hätten wieder den Wert erkannt, den ein Wohnraum mit ländlicher Struktur bietet. Dadurch, dass auch Firmen erkannt haben, dass Mitarbeiter im Homeoffice genauso produktiv seien und deswegen nicht jeden Tag ins Büro müssten, ist das eine zusätzliche Chance für den ländlichen Raum. Abschließend deutete die Landesrätin noch das Firmenkürzel WAV als Anerkennung für die Schüler um: „Heute hat es nicht nur seine übliche Bedeutung, sondern heißt ‚Wir alle verneigen uns vor euch‘.“

Fachkräfte gefragt. Auch Direktor Manfred Damberger stellt den Schülern ein gutes Zeugnis aus und macht sich keine Sorgen um deren Zukunft. Erfreut zeigt er sich auch über deren weiteren Bildungsweg. Manche werden die Handelsakademie besuchen, andere die HTL in Karlstein, aber es werden auch einige eine Lehre anstreben. Dies sei speziell hervorzuheben, da Fachkräfte besonders gebraucht und gefragt seien. Es sei keine Schande, einen Handwerksberuf zu erlernen, denn es brauche Menschen, die einen Bauplan in die Realität umsetzen können.