Rock ‚n‘ Roll mit Wiener Schmäh in Weikertschlag

Erstellt am 05. August 2022 | 04:01
Lesezeit: 3 Min
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Pete Art & the Rock ‘n‘ Roll Junkies sorgten für ordentlich Stimmung im 9erHaus-Stadl.
Foto: Gerald Muthsam
Pete Art und seine Musiker ließen das Lebensgefühl der 1950er aufleben.
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„Rock ‘n‘ Roll!“ hieß es am Samstag im 9erHaus in Weikertschlag. Und das nicht nur im übertragenen Sinn, sondern Pete Art & the Rock ‘n‘ Roll Junkies heizten dem Publikum mit 32 Songs, überwiegend aus den 1950er- und 1960er-Jahren, ordentlich ein.

Wenn es um Rock ‘n‘ Roll geht, dürfen natürlich Namen wie Fats Domino, Bill Haley, Jerry Lee Lewis und Buddy Holly nicht fehlen. Und schon gar nicht fehlen darf der King of Rock ‘n‘ Roll, Elvis Presley, dem Pete Art stimmlich sehr nahe kommt, auch der entsprechende Hüftschwung sitzt.

Im Programm waren aber auch Nummern wie „Honky Tonk Women“ von den Rolling Stones, „Kung fu fighting“ von Carl Douglas und „Sad Songs“ von Elton John. Richtig überrascht wurde man allerdings von Rock ‘n‘ Roll-Klassikern, gesungen in österreichischem Dialekt. Pete Art und seine Musiker gehören zu den Ersten, die derartige Songs so gesungen und auf CD gebracht haben.

Der Wiener Pete Art hat bereits als Kleinkind die Rock ‘n‘ Roll-Platten seiner Eltern gehört. Schon damals sprang der Funke über. Mit sechs Jahren hat er in der Volksschule die Menschen mit seinem Gesang beglückt: „Niemand kannte sonst die Nummern, aber ich war schon zu der Zeit mit ihnen verwachsen“, erzählt er. „Mit 16 kam dann die erste Band, danach ging es los. Zuerst spielten wir Auftritte bei Hochzeiten, Bällen und sonstigen Feiern, wobei damals schon Rock-Nummern im Programm waren.“

Bald stellte sich auch heraus, dass er stimmlich sehr Elvis Presley ähnelt. Jahre später war er unter anderem als Elvis- Darsteller bei der „Nix is fix-Show“ mit Rainhard Fendrich mit dabei. Irgendwann wurde es ihm zu einseitig, und er hat sich anderen musikalischen Projekten gewidmet. Bei „Monti Beton“ stand Pete mehr als 20 Jahre als „Dr. Frank N. Furter“ aus der „Rocky Horror Picture Show“ auf der Bühne. Seit 20 Jahren ist er nun als Profi-Musiker unterwegs, zuvor war er auch noch als Krankenpfleger tätig.

Fazit: Ein rockig-nostalgischer Stimmungsabend mit Wiener Schmäh. Dafür gab es vom Publikum zurecht Standing Ovations.

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