Rechtschreibfehler: Wer schreibt Waldhäusls Plakate?. Eine Fotomontage aus einem Plakat von Sicherheitslandesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) und einem vor dem von seiner Frau betriebenen Gasthaus „Zum Goldenen Hirschen" in Waidhofen aufgestellten Ankündigungsplakat für ein Faschingsgschnas macht derzeit auf Facebook die Runde.

Von Michael Schwab. Erstellt am 14. Februar 2020 (18:33)
Diese Fotomontage wurde auf der Facebookseite "FPÖ Fails" gepostet.
Facebook / FPÖ Fails

Mit der Montage wird auf Rechtschreibfehler aufmerksam gemacht - und die Frage aufgeworfen, wer die Plakate schreibt: Gottfried Waldhäusl oder seine Frau Henriette („Heni").

Gleich zwei Fehler haben sich in die Ankündigung des Faschingsgschnas eingeschlichen: „Begin" statt „Beginn" und „Herringsschmaus" statt „Heringsschmaus". Am Plakat wird die Schreibweise der Abteilung „Deutsch-Kenntnisse" bemängelt. Auch der Schriftzug „Heni & Gottfried Waldhäusl" am Wirtshausschild wurde rot markiert - betont doch Waldhäusl stets, nicht Betreiber des Gasthauses zu sein und nur unentgeltlich seiner Frau in der Küche zu helfen. 

Auf der Facebookseite „FPÖ Fails" wurde die Fotomontage in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gepostet. In den Kommentaren machen sich Benutzer über Waldhäusl lustig.

Waldhäusl reagiert auf Kritik

„Wo gehobelt wird, fallen nun einmal Späne!“, reagiert Waldhäusl auf die Kritik. „Wenn hier nicht alles korrekt geschrieben wurde, finde ich das menschlich und verzeihbar. Fehler können schließlich überall passieren. Abgesehen davon geht meine ursprünglich aus der Slowakei stammende und längst bestens integrierte Frau seit jeher einer Arbeit in Österreich nach und bezahlt Steuern!“

Das Erlernen der deutschen Sprache im Rahmen der Integration sei von enormer Wichtigkeit: „Deutsch zu sprechen ist nun einmal der Schlüssel zum Erfolg und auch dafür, einmal einen Arbeitsplatz in unserem Land zu bekommen. Es ist dabei nicht entscheidend, Deutschprofi zu werden. Vorrangig ist, dass sich die Menschen in unserer Sprache verständigen können, unsere Werte und unsere Kultur anerkennen. Denn nur so können die Integrationswilligen, die Schutz und Hilfe in Österreich erhalten haben, unserem Staat auch etwas zurückgeben“, stellt Waldhäusl klar.