2,3 Millionen Euro teure Zubau liegt im Zeitplan. Der 2,3 Millionen Euro teure Zubau der Firma TE Connectivity in Dimling liegt im Zeitplan. Wärmerückgewinnungssystem und Ökostrom reduzieren CO .

Von Michael Schwab. Erstellt am 21. Februar 2020 (21:46)
TE Connectivity-Werksleiter Christian Zotter (rechts), Stefan Mayer (links) und Projektleiter Herbert Wagner (2.v.l.) mit Vertretern der beteiligten Firmen vor dem Zubau: Martin Katzenbeißer (Fa. Krenn), Gregor Hörmann (Fa. Expert Hörmann), Mario Hamanek (Fa. Schandl) und Hans Dieter Schuch (Fa. Reissmüller).
Michael Schwab

„Wie weit seid ihr mit eurem Zubau?“ Diese Frage hörten Mitarbeiter der TE Connectivity von interessierten Bürgern in den vergangenen Monaten wohl öfter.

Denn der 2.302 m große, 2,3 Millionen Euro teure Zubau, in dem - wie berichtet - ein konzernweit international einzigartiges Kompetenzzentrum für die Relaisentwicklung Platz finden wird, entsteht hinter dem bestehenden Werksgebäude und ist von der Ortsdurchfahrt her nicht einsehbar.

Alle Firmen hielten ihre Fristen ein
 

Ein Baustellenrundgang mit der NÖN liefert die Antwort auf die oben gestellte Frage: Die Gebäude stehen, aktuell werden gerade die Fertigung und das Labor eingerichtet, in Kürze werden die Fertigstellungsarbeiten an den Außenanlagen starten.

Umgesetzt wurde alles von Firmen aus der Region. „Alle Beteiligten haben ihre Zwischentermine für die Fertigstellung ihrer Arbeiten eingehalten. Nur dadurch war es möglich, dieses Projekt in so kurzer Zeit umzusetzen“, betont Hans-Dieter Schuch von der ausführenden Baufirma Reissmüller.

Halle rechtzeitig winterfest

Auch das Wetter spielte mit: „Der schöne Herbst half uns natürlich“, merkt Projektleiter Herbert Wagner an. Anfang Juli fuhren die ersten Baumaschinen auf, im Oktober wurde bereits das Dach aufgesetzt und im November der Zubau winterfest gemacht. Im Dezember wurden die Außenanlagen zum Asphaltieren hergerichtet.

Eigener Trafo fürs Labor

In dem neuen Gebäude wird einerseits die Automation Platz finden, die gerade vom bestehenden Werk übersiedelt wird, und andererseits ein Labor eingerichtet, in dem unter anderem elektromechanische Lebensdauertests an Komponenten aus dem weltweiten Sortiment von TE-Connecitivity durchgeführt werden. Dafür musste eine eigene 1.250-kVA-Trafostation errichtet werden. Die Besonderheit daran: Sie unterstützt neben der bei uns üblichen Netzfrequenz von 50 Hertz auch die amerikanische 60 Hertz-Norm – eine unabdingbare Voraussetzung, um auch Komponenten für diesen Markt in Dimling testen zu können.

Das Labor stellt auch besondere Anforderungen an Heizung und Klimatisierung. Mit einem Wärmerückgewinnungssystem kann die Abwärme der Tests ins Heizungssystem eingespeist werden, anstatt sie ungenutzt an die Umwelt abzugeben.

Apropos Umwelt: Seit Jänner bezieht die TE Connectivity ihren Strom CO -neutral von der W.E.B Windenergie. Bei einem Jahresverbrauch von 12 Gigawattstunden ergibt dies eine CO -Einsparung von 4.800 Tonnen pro Jahr.

Mittelfristig mehr Mitarbeiter möglich

Auswirkungen auf den Mitarbeiterstand – derzeit rund 420 Beschäftigte – wird die Erweiterung zunächst keine haben. „Mittelfristig streben wir aber ein Wachstum an“, sagt Werksleister Christian Zotter.