Gross Siegharts: Über 200 im Homeoffice. Test-Fuchs setzt zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen. In der Früh tagt täglich ein Krisenstab, um auf aktuelle Veränderungen der Lage rasch reagieren zu können.

Von Michael Schwab. Erstellt am 19. März 2020 (05:34)
Volker Fuchs schickte mehr als 200 Mitarbeiter ins Homeoffice.
Volker Fuchs

Homeoffice ist für rund 230 von 500 Mitarbeitern der Firma Test-Fuchs in Groß Siegharts seit Dienstag angesagt.

„Wir haben alle, die es können, nach Hause zur Telearbeit geschickt. Die Produktion läuft weiter, aber mit bestimmten Vorsichtsmaßnahmen“, sagt Geschäftsführer Volker Fuchs. Die Mitarbeiter müssen zwei Meter Abstand voneinander halten, speziell auf die Hand-Hygiene achten und bleiben in ihrem Bereich in der Produktion, um die Kontakte zu minimieren. Der Wareneingang wird nach dem Schema Tor auf – Ware rein – Tor zu erledigt, der Zugang zur Produktion erfolgt über einen separaten Eingang.

Mitarbeiter aus Risikogruppen nach Hause geschickt

„Das Ziel ist eine möglichst große Separation“, stellt Fuchs klar. Alle gefährdeten Mitarbeiter, die zu Risikogruppen gehören (über 60, Vorerkrankungen) wurden nach Hause geschickt. Die Geschäftsführung arbeitete über das Wochenende durch, um die Maßnahmen zu erarbeiten. Dabei stimmte man sich auch mit anderen Produktionsbetrieben im Waldviertel ab.

In der Früh tagt jetzt täglich ein Krisenstab, um auf aktuelle Veränderungen der Lage rasch reagieren zu können. Für die Mitarbeiter wurde eine eigene Intranet-Seite eingerichtet, um die Beschäftigten rasch mit neuen Informationen versorgen zu können.

Ein weiterer Faktor, auf den man bei Test-Fuchs Augenmerk legt, ist die Redundanz. Für kritische Maschinen wurden zwei Teams gebildet, die untereinander keinen Kontakt haben.

Ebenso arbeitet ein Teil der Führungsebene von zu Hause aus, damit im Falle einer Infektion oder eines Infektionsverdachts nicht die komplette Geschäftsführung ausfällt. Auch mit den Teams für kritische Maschinen verfolgt man diesen Zweck.