Interview mit Eduard Köck: „Werden 2022 ruhig angehen“

Erstellt am 20. Januar 2022 | 06:47
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8268233_wai03ruw_thaya_interview.jpg
Eduard Köck bleibt positiv gestimmt, dass die Pandemie heuer überwunden werden kann.
Foto: Sebastian Dangl
Bürgermeister und Abgeordneter Eduard Köck aus Thaya spricht über seine Gedanken zu Corona anfangs und jetzt.
Werbung
Anzeige

NÖN: War das Jahr 2021 am Ende so, wie Sie es sich zu Beginn des Jahres ausgemalt haben?

Eduard Köck: Bis zum November war es so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ab dann wurde doch wieder alles anders.

Hätten Sie doch geglaubt, dass die Pandemie 2021 ihr Ende finden würde?

Köck: Zumindest, dass der Winter dieses Mal lockerer wird, hätte ich gehofft.

Bleiben Sie trotzdem für heuer optimistisch?

Köck: Ja, ich habe immer noch die Hoffnung, dass es endlich besser wird.

Wie lief das Jahr für die Gemeinde Thaya bei der Umsetzung von Projekten?

Köck: Wir hatten eigentlich zwei große Baustellen. Zum einen haben wir die Kläranlage fertiggestellt. Das war die größte Baustelle, die es jemals in der Gemeinde gab, mit 2,2 Millionen Euro Baukosten. Das alleine bedurfte viel Arbeit. Dazwischen kam dann auch noch der Umbau der Zahnarztordinationen, der ja eigentlich so nicht geplant gewesen wäre. Innerhalb von vier Monaten wurde das Obergeschoss im Amtshaus mit Zwischenwänden und allem Drum und Dran ausgeräumt und danach komplett umgebaut. Dieses Vorhaben wurde ebenfalls zu einer großen Herausforderung.

Warum war der Umbau so dringend?

Köck: Nachdem die vorherige Zahnärztin gegangen ist, kamen zwei neue, die natürlich schnell die Ordination brauchten.

Wie war der Bürgermeisteralltag? Gab es Veränderungen im Vergleich zu 2020?

Köck: Die Tagesgeschäfte waren ziemlich gleich. Am Abend gab es nach wie vor weniger Termine, genauso am Wochenende. Zur Jahresmitte war es zwar fast wieder wie gewohnt, aber gerade zum Jahresende hin waren die Abende doch etwas ruhiger.

... was vielleicht gar nicht so schlecht ist, oder?

Köck: Ja, vielleicht war es auch einmal gut so (lacht). Die Arbeit bleibt natürlich trotzdem. Man macht dann halt wieder mehr über Telefonate oder Videokonferenzen.

Macht das die Arbeit schwieriger?

Köck: Man muss auf jeden Fall mehr organisieren, das stimmt schon.

Hat man sich mittlerweile fast schon an Corona gewöhnt?

Köck: Gewöhnen werden wir uns erst dann daran, wenn wir so weit immun sind, dass wir das Virus als normale Grippe sehen und wir wieder dem normalen Alltag nachgehen können.

Was fehlt ihnen nach wie vor am meisten?

Köck: Das Gesellschaftliche geht schon ab. Ich bin doch gerne unter Menschen. Auch Feste und Feiern vermisse ich.

Was steht in der Marktgemeinde Thaya 2022 an?

Köck: Wenn nicht irgendetwas Unvorhergesehenes passiert, werden wir 2022 etwas ruhiger angehen, da wir in den vergangenen Jahren recht viele große Projekte hatten. Bei den Straßen gibt es sowieso noch einiges nachzuholen. Auch die Schaffung neuer Bauplätze wäre ein Vorhaben für das Jahr. Im Gemeindeamt werden wir die Digitalisierung umsetzten. Es soll in Zukunft nur mehr elek tronische Akten geben, dafür wird ein neues Programm angeschafft.

Was wünschen Sie sich für das neue Jahr?

Köck: In erster Linie natürlich eine Normalisierung des gesamten Lebens. Es wäre enorm wichtig, dass wir so langsam zu einem Leben wie vor dem Ausbruch der Pandemie im Jahr 2020 zurückkehren könnten.

Werbung