Leopold Hainz ist 85: „Wurde zum Arbeiten erzogen“. Für Alt-Bürgermeister Leopold Hainz war Arbeiten immer selbstverständlich. Auch im Dienste der Gemeinde.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 11. Februar 2020 (12:47)
Bürgermeister Eduard Köck, die Alt-Bürgermeister Werner Neuwirth und Johann Kößner, Provisor Thomas Skrianz und die Museumsvereinsmitglieder Johann Dangl, Rupert Fida, Waltraud Witzmann, Gottfried Fasching, Maria Sauer, Helmut Plach und Maria Hainz gratulierten Leopold Hainz zu seinem 85. Geburtstag.
Gerald Muthsam

Drei ehemalige und der aktuelle Bürgermeister von Thaya trafen bei der letzten Sitzung des Kultur- und Museumsvereins am 5. Februar im Gasthaus Trefanitz zusammen.

Anlass war er 85. Geburtstag von Alt-Bürgermeister Leopold Hainz, der an der Gründung des Museumsvereins als Gemeindechef maßgeblich beteiligt war, berichtete Obmann und ebenfalls Alt-Bürgermeister Werner Neuwirth bei seiner Ansprache.

Leopold Hainz wurde von seinem Bürgermeister-Vorgänger Friedrich Schadauer überrascht: „Er fragte mich im Dezember 1974, ob ich für das Amt kandidieren will? Ich soll es mir halt über Weihnachten überlegen.“ Da er zum Arbeiten erzogen wurde, entschloss er sich dafür und diente gerne der Gemeinde auch als Mitbegründer und Obmann der Blasmusik Thaya.

Gleich zu Beginn der Amtszeit von Hainz 1975 stand das Jubiläum „800 Jahre Thaya“ an. Pfarrer Florian Schweitzer, Werner Neuwirth und Friedrich Schadauer hatten die Idee zu einem Buch anlässlich des Jubiläums. Hainz sicherte die Finanzierung durch die Gemeinde und legte somit auch den Grundstein für den Verein.

Ebenso unterstützte er die Ausgrabung des Mittelalterdorfes Hard und die Gründung des Heimatmuseums. 1987 fand das „Thaya-Kolloquium“ statt, ein hochrangig besetztes Archäologiesymposium mit Teilnehmern aus Deutschland, Schweiz, DDR, CSSR, Polen, Ungarn und Österreich.

„Das war ein menschlich sehr berührendes Treffen von Wissenschaftlern, die sich nach Jahrzehnten der Trennung durch den Eisernen Vorhang erstmals wieder persönlich treffen konnten“, erinnern sich Hainz und Neuwirth zurück.

Bürgermeister Eduard Köck bedankte sich bei ihm für den Einsatz und die Leistungen und überreichte einen Linoldruck des Künstlers Wolfgang Haid als Geburtstagsgeschenk.