Sickerschacht hält das Wasser vor Ort. Bürgermeister Eduard Köck will so auf Veränderungen im Klima reagieren.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 12. September 2019 (04:37)
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Eine Vorrichtung soll dafür Sorge tragen, dass Regenwasser nicht über den Kanal weggeleitet wird.

Die Marktgemeinde hat beschlossen, in der neuen Siedlung beim Kaiserpark das Regenwasser nicht mehr in den Kanal zu leiten: Ein Versickerungsbecken soll dafür Sorge tragen, dass das Oberflächenwasser aufgefangen wird, damit es in den Boden versickern kann.

„Wir sollten nicht weiterhin das ganze Regenwasser so schnell wie möglich in die Bäche und Flüsse leiten, sondern so viel wie möglich zurückhalten, um unseren Grundwasserspeicher aufzufüllen“, ist Bürgermeister Eduard Köck das nasse Gut angesichts der grassierenden Trockenheit viel zu wichtig. „Wir können das nicht immer und nicht überall umsetzen.“ Aber ein erster Schritt sei getan. „In dieser Siedlung haben wir genügend Platz für eine derartige Lösung“, führt Köck aus.

"Wir müssen auf die Veränderungen beim Klima reagieren"

„Bei anderen Siedlungen müsste man dort, wo es geht, über Sickerschächte nachdenken.“ Er habe bei zuständigen Stellen angeregt, die Technik und die Förderungen für Sickerbereiche zu verbessern. „Wir müssen auf die Veränderungen beim Klima reagieren, Wasser wird in Zukunft zu wichtig sein um es einfach wegzuschicken.“

Ein Überlauf sorgt dafür, dass sich bei hohen Niederschlägen das Element nicht ausbreitet, sondern kontrolliert über das Kanalnetz abfließt. Nicht mehr als 10.000 Euro sollen aus den budgetierten Kanalbaukosten in dieses Vorhaben fließen.