Zu viel Alkohol sorgt für Albtraum. Protagonist Michael wacht in Albtraum auf. Wende im Stück sorgt für Überraschung.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 28. Oktober 2019 (16:36)

„Genug ist genug“ – mit diesen Worten wurde im Frühjahr das Ende der Regierung im Land verkündet. Ein paar Monate später heißt es in Gastern „Zuviel ist zu viel!“. Hier handelt es sich jedoch nicht um Zwistigkeiten in der Gemeindepolitik, sondern um das neue Stück der Theatergruppe Gastern.

Protagonist Michael, dargestellt von Roland Kases, erwacht im Bett von zwei ihm völlig fremden jungen Frauen. Sein Gedächtnis ist wie ausgelöscht, er kann sich an nichts mehr erinnern. In der Folge offenbaren sich immer mehr Verstrickungen der Ereignisse der vergangenen Nacht, die Michael in einen Albtraum führen und auch den Zuschauern einige Rätsel aufgeben. Diese werden bei einer überraschenden Wende aufgelöst und man bekommt als Zuseher eine neue Betrachtung des Stücks.

Im Laufe des Stücks tauchen zwei absurde Frauen aus der Nervenheilanstalt auf, wovon eine glaubt, sie sei eine Eule (Birgit Höllrigl-Kases) und auch „eulisch“ spricht. Der Tschetschene Zardas (Alfred Braunsteiner), dessen Bart, Haare, Seele und auch Zähne schwarz sind, sorgte auch für unfreiwillige Lacher bei Publikum und Mitspielern, weil sein aufgeklebter Schnurrbart nicht und nicht halten wollte.

Darstellerinnen zeigen Natürlichkeit

Jasmin Böhm überzeugt in der Rolle der enttäuschten und später betrunkenen Ehefrau und erntete dafür Lacher und Applaus. Melanie Hirschmann und Marina Hölzl spielen die verführerischen fremden Frauen und bestechen dabei mit Natürlichkeit und ungekünsteltem Sex-Appeal.

Nach der Premiere am Samstag gab es eine Charity-Aufführung am Sonntag, deren Einnahmen an das Rote Kreuz und das Haus der Zuversicht gehen.

Weitere Aufführungen gibt es am 1., 2., 3., 8. und 9. November. Reservierungen unter 0677/629 460 06 oder karten@theatergruppe-gastern.at.