Theatersaison endete mit ‚Sommerspritzer‘. Unterhaltsam / Vom Fernweh gepackt, aber schließlich doch wieder in der Heimat gelandet ist das TAM-Ensemble vor der Sommerpause.

Von Michael Schwab. Erstellt am 25. Juni 2014 (11:41)
NOEN, Michael Schwab
Regisseur Ewald Polacek (hinten rechts stehend) im Bild mit den Darstellern Valentin Becker, Lukas Honeder, Katharina Suchy und Laura Ozlberger (vorne sitzend) sowie Ulrike Hassler, Johann Kargl, Elisabeth Datler, Franz Wieczorek, Walter Weber und Martina Steindl (hinten stehend). Michael Schwab

Zum Ende einer intensiven Theatersaison lud ein TAM-Ensemble am 21. und 22. Juni zum unterhaltsamen „Sommergspritzten“.

Bekannte Chansons wechselten mit kabarettistischen Einlagen, die größtenteils thematisch im Sommer mit all seinen möglichen Begleiterscheinungen situiert waren. „Ein bisschen Spaß muss sein“ als musikalische Eröffnung traf das Motto des Abends sehr gut, ehe es mit von Laura Ozlberger, Katharina Suchy, Lukas Honeder und Valentin Becker nach Wünschen des Publikums dargestellten „Urlaubsfotos“ gleich amüsant in den Sommer ging.

Walter Weber und Johann Kargl protzten als besserwisserische Stammtischler mit ihrem (Nicht)Wissen, Walter Weber gab sogar eine Art „Pseudo-Chinesisch“ zum Besten. Ein schwieriges Los hatte Johann Kargl auch bei einem Sketch zu meistern, bei dem Martina Steindl seine langjährige, aber leider alles durcheinanderbringende Ehefrau spielte.

Die vier Jungdarsteller sorgten mit ihrem Sketch, wie man in Frankreich trotz miserabler Französisch-Kenntnisse Essen bestellen kann, für Lacher.

Auch ein Hass-Song auf den Sommer, gesungen und auf der Ukulele selbst begleitet von Laura Ozlberger, durfte nicht fehlen, ebenso Matrosenlieder, die für einen Hauch von Fernweh und dem Flair ferner Häfen sorgten.

Die zweite Hälfte des Programms setzte einen musikalischen Schwerpunkt, der sich von fernen Ländern wieder in die Heimat bewegte, wo eine Schulszene mit Martina Steindl als genervte Lehrerin noch einmal daran erinnerte, dass noch eine Schulwoche zu überstehen ist.

Wienerlieder machten den thematischen Abschluss und brachten den „Sommergspritzten“ tatsächlich ins Glas und auf die Bühne. Ulrike Hasslers hervorragend gespielte Gesangsdarbietung des „Stillen Zechers“ zauberte Heurigenstimmung, samt wienerischem „Granteln“. Franz Wieczorek stimmte gekonnt am Akkordeon mit ein.

Mit „Es wird ein Wein sein“ und „Schön ist es, auf der Welt zu sein“ gab es zum Schluss auch noch etwas zum Mitsingen, ehe die Theatersaison mit dem Schlussapplaus im TAM offiziell zu Ende ging.