Dr. Grazer-Umzug nach Waidhofen war spontane Idee. „Es hat sich zufällig ergeben, ich habe mich innerhalb einer Woche dazu entschlossen, den Firmensitz von Großau nach Waidhofen zu verlegen“, erzählt Martina Frey-Freyenfels beim Rundgang durch ihr Familienunternehmen „Dr. Grazer + Co Büroorganisation und Werbetechnik“ in der Wienerstraße in Waidhofen.

Von Michael Schwab. Erstellt am 17. Januar 2020 (12:41)

Seit August arbeitet Frey-Freyenfels, die das von ihrem Großvater Oskar Grazer 1954 gegründete Unternehmen in dritter Generation führt, mit ihren sechs Mitarbeitern in dem denkmalgeschützten Hölzl-Haus und dem angrenzenden ehemaligen Bittec-Areal.

Wie die NÖN berichtete, hatte der Kälteanlagentechniker Gerald Bittermann das von ihm angemietete Firmengelände am „Hölzl-Areal“ wegen der Fusion mit der Heidenreichsteiner Firma Stark Elektro & Kälte GmbH verlassen. Schon im Vorjahr hatte Martina Frey-Freyenfels das Grundstück von Kurt Hölzl gekauft. Es folgten umfangreiche Umbau- und Renovierungsmaßnahmen, um Büros, eine Werkstatt für die Werbetechnik und ein Lager einzurichten.

Fast alle Kommunalverwaltungen Österreichs als Kunden

Das kleine Unternehmen hat sich Bürobedarfshändler für den Kommunalbereich am Markt etabliert, und beliefert fast alle Kommunalverwaltungen Österreichs. Auch in Zeiten der Digitalisierung haben Ablagesysteme für Papierakten keineswegs ausgedient, und mit ihrem Produkten hat die Firma einen Markt erschlossen, auf dem es kaum Konkurrenz gibt. Dass die Digitalisierung diesen Geschäftszweig obsolet machen könnte, fürchtet man nicht. Denn für die Langzeitarchivierung von Gemeindeunterlagen gelten seit einigen Jahren strenge Anforderungen, die nur mit bestimmten Verpackungen erfüllt werden können – und diese hat man im Angebot.

Auch Drucksorten für Gemeinden wie Gästeblätter sind ein wichtiger Bestandteil des Sortiments. „Hier ist es wichtig, über alle neuen gesetzlichen Anforderungen informiert zu sein, und die Drucksorten entsprechend zu gestalten“, betont Martina Frey-Freyenfels beim Rundgang mit Vertretern der Stadtgemeinde und der Wirtschaftskammer. Ein Beispiel: Aufgrund der Datenschutz-Grundverordnung dürfen auf Gästeblättern keine Felder für E-Mail-Adressen mehr vorhanden sein. Derartige Dinge würden von Mitbewerbern oft vernachlässigt, meint die Unternehmerin.

In der Werbetechnik können Werbemittel von der Lasergravur bis zum großflächigen Transparent angefertigt werden, ebenso Foliendrucke für T-Shirts und als Auto-Aufkleber.