Unternehmerinnen-Award: Pumpenoase unter Top 3. Große Freude bei der „Pumpenoase“: Das Unternehmen mit Geschäftsführerin Birgit Rafetseder an der Spitze schaffte es beim Unternehmerinnen-Award 2020 unter die Top 3 in der Kategorie „Besondere unternehmerische Leistung“.

Von Michael Schwab. Erstellt am 25. Januar 2020 (17:49)
Das Gründungsteam der Pumpenoase: Birgit Raffetseder mit ihren Eltern Friedrich und Annemarie Puhm
Pumpenoase

Diese Auszeichnung wird gemeinsam von „Frau in der Wirtschaft“ und der „Presse“ in vier Kategorien Österreichweit verliehen. „Gerade heuer bedeutet diese Auszeichnung viel für uns, da wir 2020 mehrere Highlights in der Firma haben – unsere Zehn-Jahres-Feier und die Eröffnung des neuen Zubaus. Es ist für mich eine Bestätigung, dass wir den richtigen Weg gegangen sind und dass es richtig war, das Risiko der Selbstständigkeit zu wagen“, betont Birgit Rafetseder im NÖN-Gespräch.

Jobverlust der Eltern führte zur Gründung

Natürlich sei diese Leistung ohne das Team aus mittlerweile 17 Mitarbeitern nicht möglich gewesen: „Es funktioniert nur, wenn alle mitwirken.“ Gegründet wurde die Firma vor zehn Jahren eigentlich aus einer Notsituation heraus:

Geschäftsführerin Birgit Rafetseder mit dem Award.
Günther Peroutka

Birgit Rafetseders Eltern Friedrich und Annemarie Puhm hatten ihre Jobs bei der in Konkurs gegangenen Firma Garvens verloren, und kurz vor der Pension gab es am Arbeitsmarkt kaum Perspektiven. Mit den Kundenkontakten aus der Garvens-Zeit in der Hinterhand entschieden sich die beiden zusammen mit ihrer Tochter, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

„Meine Eltern waren halbtags angestellt, ich war damals noch in Karenz und habe Teilzeit gearbeitet. Ich habe die Pumpenoase zunächst als Hobby gesehen“, erinnert sich Rafetseder. Die ersten drei Jahre seien schwierig gewesen, ans Aufgeben habe sie aber nie gedacht. „Wichtig ist, kleine Schritte zu gehen und die Qualität als oberstes Ziel nicht aus den Augen zu verlieren“, stellt Rafetseder klar.

Was mit 90.000 Euro Jahresumsatz und zwei Teilzeitkräften begann, ist heute zum Vitiser Vorzeigebetrieb mit 17 Mitarbeitern und fünfeinhalb Millionen Euro Jahresumsatz geworden.

Neuer Standort gleichwieder zu klein

2016 erfolgte der Spatenstich für das heutige Firmengebäude, das schnell wieder zu klein wurde. Darum gab es schon zwei Jahre nach dem Einzug den nächsten Spatenstich, und zwar für eine Betriebserweiterung mit einer 600 Quadratmeter großen Lagerhalle und einem 300 Quadratmeter großen Bürotrakt. „Der Zubau ist fast fertig, es fehlt nur mehr der letzte Feinschliff. Ende Februar sollte alles fertig sein“, freut sich Rafetseder über den planmäßigen Baufortschritt. Sie arbeitet mit ihrem Vater bereits im neuen Bürotrakt. Die Eröffnung soll im Juni im Rahmen der Zehn-Jahres-Feier erfolgen.

Wachstum um jeden Preis hat in der Firmenphilosophie jedoch keinen Platz: „Wir sind mit dem, was wir haben, zufrieden, und setzen unsere Mitarbeiter nicht unter Druck, jedes Jahr noch mehr Umsatz zu erzielen. Ich finde, es ist wichtig, mit etwas zufrieden sein zu können“, betont Rafetseder.