Verein „Handwerksta(d)tt" hilft Betrieben mit 18.000 €. Eine Unterstützung von 1.200 Euro erhalten fünfzehn Mitgliedsbetriebe des Vereins „Handwerksta(d)tt Groß-Siegharts“ – all jene, die von einer kompletten Schließung aufgrund des Covid-Maßnahmengesetzes betroffen sind. Insgesamt werden also 18.000 Euro ausbezahlt.

Von Michael Schwab. Erstellt am 10. April 2020 (07:46)
Der Vorstand des Verein „Handwerksta(d)tt Groß-Siegharts“ mit dem 18.000 Euro Scheck: Schriftführer-Stellvertreter Thomas Pöppel, Obmannstellvertreter Peter Suchan, Kassier Josef Ledl, Obmann Ulrich Achleitner und Schriftführer Christian Reegen.
Michael Schwab

„Wir haben in den vergangenen Jahren als Verein gut gewirtschaftet und Rücklagen geschaffen, aus denen wir jetzt unseren Betrieben finanziell unter die Arme greifen können“, sagt Obmann Ulrich Achleitner. Insgesamt zählt der Verein 53 Betriebe aus Groß Siegharts und Umgebung.

Kriterium: Migliedsbetrieb muss gesetzlich geschlossen sein

Die Kriterien, um die Förderung zu erhalten, sind einfach: Der Betrieb muss gesetzlich zur Schließung gezwungen worden sein, wie etwa Gastronomiebetriebe oder Geschäfte, die nicht zur Grundversorgung zählen. „Das funktioniert völlig unkompliziert, ohne Antrag“, betont Achleitner. „Es werden alle gleich behandelt. Wir wollen, dass es nach der Krise unsere Mitgliedsbetriebe noch gibt, darum helfen wir uns im Verein jetzt selbst.“

Homepage bewirbt Corona-Sonderleistungen

Auf der neuen Homepage www.handwerkstadtt.at werden alle Betriebe, die zur Zeit besondere Leistungen wie Abholservice oder Notdienste anbieten, angeführt. „Die Vermarktung über das Internet ist für viele derzeit ein Überlebenselixier“, merkt Achleitner an. Mit einer Gutscheinaktion will man den Sieghartser Betrieben zusätzlich helfen. Der Verein bietet Gutscheine im Wert von zehn Euro mit fünf Prozent Nachlass – diese werden vom Verein getragen – an. „Nach der Beendigung der aktuellen Beschränkungen können diese Gutscheine dann bei allen Mitgliedsbetrieben eingelöst werden“, erläutert Achleitner.

Zwei Veranstaltungen geplant, Termine offen

Mit der Planung von Veranstaltungen ist man noch vorsichtig. Neben dem Bandlkrameradvent wäre auch eine Art Straßenfest geplant, voraussichtlich im Spätsommer oder im Herbst. Aufgrund der derzeit völlig unklaren Lage, wann Veranstaltungen wieder erlaubt sind, gibt es dafür jedoch noch keinen Termin.