Hopfenspinnerei: Waidhofen hat wieder ein Bier

„Hopfenspinnerei“ braute erste Prototypen-Chargen, am Samstag startete der Verkauf von zwei Sorten.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 04:19
Lesezeit: 2 Min

Das Warten hat endlich ein Ende: Die Stadt Waidhofen hat jetzt offiziell wieder ein vor Ort gebrautes Bier.

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Am vergangenen Samstag verkauften Evelyn Bäck und Gwaël Gauthier im Hof ihrer Brauerei „Hopfenspinnerei“, die sie in der ehemaligen Gabler-Mühle eingerichtet haben (die NÖN berichtete), erstmals Bier aus Prototypen-Chargen, die in Waidhofen gebraut wurden.

„Waidhofner Schleder-Wamperl“ und „Ziegengeist“ heißen die beiden ersten Sorten, wobei Letztere an die Waidhofner Bierbrau-Tradition mit der ehemaligen Ziegengeist-Brauerei erinnern soll. Eigentlich hätten Bäck und Gauthier schon im Laufe des Frühlings bzw. Sommers ihre Brauerei in Betrieb nehmen wollen, doch die behördlichen Genehmigungen zogen sich länger als erwartet hin, und auch beim Baumaterial und der Verfügbarkeit von Handwerkern gab es Verzögerungen.

„Die Brauerei ist im Wesentlichen fertig, es fehlen nur mehr ein paar Kleinigkeiten. Den Seminarraum benutzen wir momentan als Lager, wir planen ab 2022 Brauvorträge, wenn es die Pandemielage zulässt. Der Verkaufsraum ist noch eine Baustelle, da wollen wir bis zum Frühjahr soweit sein“, fasst Bäck den aktuellen Stand zusammen. Sechs Hektoliter Bier können in einem Rutsch in ihrer Brauerei gebraut werden.

Die Biere sind Bio-zertifiziert und noch unpasteurisierte Prototypen: „Sie müssen daher gekühlt gelagert werden und halten maximal drei Monate. Ab 2022 werden wir unsere Biere dann pasteurisiert anbieten“, erklärt Bäck. Mit dem ersten Verkaufs-Samstag zeigt sich die Bierbrauerin sehr zufrieden: „Der Vormittag war gut, es sind genug Leute gekommen, obwohl Facebook unsere Ankündigung irgendwie verschluckt hat“, berichtet Bäck.

In einem ersten Schritt werden die Biere in der Vorweihnachtszeit jeden Samstagvormittag im Hof der Brauerei verkauft, zu Weihnachten und Silvester gibt es Extra-Termine. Wie es danach weiter geht, ist noch nicht bis ins Detail geklärt, aber: „Es wird sicher eine Möglichkeit geben, unsere Biere vor der Fertigstellung des Verkaufsraums zu erwerben“, zeigt sich Bäck zuversichtlich.