Mauer droht zu kippen: Abbruch notwendig. Bereits mit Holzstämmen gestützte Mauer in Vestenötting muss neu errichtet werden. Hick-Hack bei Vergabe.

Von Michael Schwab. Erstellt am 23. Oktober 2019 (05:12)
Die Stützmauer muss bereits seit Längerem mit Holzstämmen abgestützt werden. Bürgermeister Robert Altschach brachte einen Dringlichkeitsantrag zum Abriss und Neubau in den Gemeinderat ein – der ist dafür jedoch nicht zuständig, sondern der Stadtrat.
Michael Schwab

Gefahr im Verzug herrscht bei einer desolaten Stützmauer in Vestenötting: Die 53 Meter lange Mauer entlang der Gemeindestraße zu den Häusern Vestenötting 3, 4, 5 und 6 droht auf ein Privatgrundstück zu kippen.

„Die Schalsteinmauer ist schon seit Längerem mit Holzstämmen abgestützt und sollte auch heuer neu gemacht werden, aber jetzt verschlechterte sich der Zustand akut“, erklärt Bürgermeister Robert Altschach (ÖVP), der deswegen in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag einen Dringlichkeitsantrag zwecks Vergabe der Erd-, Baumeister- und Abbrucharbeiten einbrachte. Es muss eine neue Stahlbeton-Mauer errichtet werden.

Zwei Angebote waren bei der Stadtgemeinde eingelangt: von der Firma Konti Bau um 49.886 Euro und von der Firma Leithäusl um 55.320 Euro. „Wann wurde die Angebotseinholung gestartet, und wann kam das zweite Angebot?“, wollte IG-Stadtrat Martin Litschauer wissen. Altschach berichtete, dass das zweite Angebot am 14. Oktober eingelangt sei. Es wäre schon gut, solche Sachen vor der Sitzung zu erfahren, reklamierte Litschauer, was Altschach zu der Bemerkung: „Euren Dringlichkeitsantrag (siehe Bericht rechts) haben wir auch erst heute erhalten“, veranlasste.

Arbeiten starten so rasch als möglich

IG-Gemeinderat Herbert Höpfl nahm das persönlich: „Du sagst das so unterschwellig, so wie euer Dringlichkeitsantrag“. Diese Bemerkung sei nicht nötig gewesen, meinte Höpfl. Im Verlauf der Diskussion stellte sich dann heraus, dass der Stadtrat und nicht der Gemeinderat für die Vergabe in diesem Fall zuständig sei. Zeit, die Angelegenheit in den Stadtrat zu verweisen, gibt es jedoch nicht, da Gefahr im Verzug ist.

Daher entschied Altschach, den Abbruch und die Neuerrichtung wie in solchen Fällen von der Gemeindeordnung vorgesehen selbst in Auftrag zu geben, und in der nächsten Stadtratssitzung zu berichten. Die Arbeiten sollen so rasch als möglich starten, die Vergabe erfolgt diese Woche.