Corona im Bezirk Waidhofen: Erste Person in Isolation. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus sind auch im Bezirk Waidhofen spürbar. Zahlreiche Veranstaltungen am kommenden Wochenende wurden ab gesagt. Außerdem musste sich eine Person in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt zu einem Corona-Patienten hatte.

Von Michael Schwab. Erstellt am 11. März 2020 (14:49)
Symbolbild
Shutterstock/Sirichai Saengcharnchai

„Die betroffenen Person muss 14 Tage zu Hause bleiben. Erkrankt sie nicht, ist die Isolation nach dieser Zeit wieder beendet“, erklärt Bezirkshauptmann Günter Stöger. Gerüchte, dass es bereits einen bestätigten Fall einer Corona-Infektion im Bezirk Waidhofen gäbe, kann er hingegen nicht bestätigen. „Uns wurden noch keine Personen mit Wohnsitz im Bezirk Waidhofen mit Corona-Infektionen gemeldet“, stellt Stöger klar.

Absagen vom Zankerlschnapsen bis zur „Kutsch'n Party"

Für Veranstalter bedeuten die von der Bundesregierung getroffenen Maßnahmen (Verbot von Indoor-Veranstaltungen über 100 Personen, im Freien über 500 Personen) heftige Einschnitte.

Allein am kommenden Wochenende muss eine ganze Reihe an Veranstaltungen abgesagt werden: Der „Bunte Abend“ in Ludweis, der Ostermarkt in Klein Göpfritz, das Preisschießen in Niederedlitz, das Zankerlschnapsen in Eschenau und der Vortrag von „Canada Joe“ sowie die Operettenparodie „Fäustling und Margarethl" im TAM sind bereits definitiv abgesagt, ebenso die Kutsch‘n Party in der „Raabser Kutsch‘n“ im Hotel Thaya.

Folkclub Konzerte finden statt, Ersatztermine für TAM-Aufführungen

Im Folkclub Igel hingegen finden alle im Frühjahr geplanten Konzerte statt, allerdings mit einer auf 100 Personen beschränkten Besucherzahl, wie auf der Website des Folkclubs verlautbart wird. Es wird empfohlen, verstärkt auf den Vorverkauf zurückzugreifen, um sich einen Platz zu sichern.

Ebenso wird die Aufführung von „Mein Ungeheuer" am 27., 29. und 31. März wie geplant stattfinden. „Es ist ja praktisch das Abschiedsstück von Walter Weber, er hat gesagt, er spielt das notfalls auch mit nur zehn Leuten im Publikum", meint TAM-Prinzipal Ewald Polacek.

Den „Canada Joe" Vortrag und die Operettenparodie musste er wegen Besucherabsagen bzw. fehlenden Anmeldungen absagen. „Für die jungen Künstler, welche die Parodie machen, ist das hart. Die wissen nicht, wovon sie in den nächsten drei Wochen leben sollen", merkt Polacek an. Für beide Aufführungen plant er, Ersatztermine anzubieten: Für „Canada Joe" im April, für „Fäustling und Margarethl" im Mai oder Juni.

Kunstfabrik-Vernissagen finden statt

Auch die Ausstellungseröffnungen in den Galerien Thayaland finden wie geplant statt. „Wir haben in der Regel maximal um die 70 Personen bei den Vernissagen. Wir werden auch darauf achten, dass sich die Leute nicht zu dicht zusammendrängen“, sagt der künstlerische Leiter Günther Gross.

Aus diesem Grund werde man bei der Vernissage von Bertram Castell und Jasmin Edelbrunner am Samstag die Eröffnungsreden für beide Ausstellungen im Erdgeschoß halten, da dort mehr Platz ist. „Eventuell werden wir auch mit Lautsprechern arbeiten, damit die Leute nicht so dicht stehen müssen, um etwas zu hören“, denkt Gross nach.