Vier buhlen um die Gunst. Wer sind die Spitzenkandidaten in Dietmanns zur Gemeinderatswahl? Wofür stehen sie? Was sind ihre Visionen?

Von Karin Widhalm. Erstellt am 23. Januar 2020 (11:38)
Harald Hofbauer will SPÖ-Bürgermeister bleiben. Mandate derzeit: zwölf.  Gemeinderätin Barbara Stohl tritt für „UNAB“ an, vier Mandate. Wolfgang Römer ist neuer ÖVP-Spitzenkandidat, drei Mandate. Herbert Mautner tritt erstmals an: Die FPÖ hat derzeit kein Mandat.
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Ihre Kurzbilanz: Wie hat sich Dietmanns seit der Gemeinderatswahl 2015 entwickelt?

Harald Hofbauer, SPÖ: In Dietmanns wurden definitiv die Hausaufgaben gemacht. Trotz sehr großer Investitionen für die Sanierung des Ortskanals, der Straßen und Nebenflächen hat sich die wirtschaftliche Lage der Gemeinde äußerst positiv entwickelt. Stabilität ist ganz klar der Erfolgsfaktor dafür.

Barbara Stohl, UNAB: Realisiert wurden: Errichtung einer zweiten Kindergartengruppe, Fotovoltaikanlagen, Sanierung diverser Straßen, Gehsteigpflasterung, Ankauf FF-Auto, Kehrmaschine, Bauhoffahrzeuge, zwei E-Autos, Straßenbeleuchtung auf LED, Breitband, pestizidfreie Gemeinde.

Wolfgang Römer, ÖVP: Eine zweite Kindergartengruppe wurde errichtet, je ein Feuerwehrauto und Elektroauto angeschafft. Die Hollenbacher-, Buchberg- und die Hauptstraße wurden saniert. Ankauf einer Kehrmaschine. Die Wasserversorgung wurde im Falle eines Blackouts sichergestellt.

Herbert Mautner, FPÖ: Einiges wurde realisiert, wie Sanierung der Straßenbeleuchtung auf LED, Umbau für eine zweite Kindergartengruppe, eine Photovoltaikanlage auf dem Gemeindegebäude und wirklich notwendige Sanierungen von Straßen (Buchberg-, Hollenbacherstraße) Güterwege-Ausbau.

Wo gibt es für die kommenden fünf Jahre Handlungsbedarf? Was sind die ersten Vorhaben, denen sich die kommunale Politik widmen soll?

Hofbauer: Wir arbeiten seit geraumer Zeit zusammen mit der Bevölkerung (Dorfgespräche) an Projekten wie Neugestaltung des Gemeindevorplatzes, des Gemeindeamtes und des Gemeindesaales. Wir fördern die Oberflächenwasserversickerung und deren Nutzung als Brauchwasser. Hier nehmen wir eine Vorreiterrolle ein und es werden weitere Umweltprojekte folgen. Und wir haben viele weitere Themen.

Stohl: Wirksamer Tier-, Natur- und Umweltschutz, Bürgerbefragung bei wichtigen Entscheidungen, mehr Sicherheit auf exponierten Verkehrspunkten, Förderung bei Fotovoltaik, Benefit für ehrenamtlich tätige Gemeindebürger, Bauprojekt Osthang, Bürgerservicestelle, Unterstützung der älteren Bevölkerung, Attraktivität der Bauplätze für Jungfamilien, Anreize für Nah-Gesundheitsversorgung.

Römer: Eines unserer ersten Vorhaben wäre, dass wir eine Ordinationspraxis für einen Arzt schaffen, diese könnte im Zuge des Umbaus des Gemeindesaals eingeplant werden. Wir wollen in Zukunft in Dietmanns eine ärztliche Versorgung gewährleisten. Weiterer Handlungsbedarf besteht bei der Sanierung einiger Straßenzüge und leistbares Wohnen für Alleinstehende und junge Familien.

Mautner: Wo fangen wir da an: Das Wichtigste wäre die ärztliche Versorgung zu gewährleisten. Der Umbau des Gemeindeamtes würde sich hervorragend zur Einplanung einer Ordinationspraxis anbieten. Gemeindebürger in die Entscheidungen miteinbeziehen. Jungen Familien Anreize zu schaffen, um die Abwanderung zu stoppen. Ein Wunsch wäre, einen Nahversorger in unmittelbarer Nähe zu haben.

Warum soll man am 26. Jänner Ihnen die Stimme geben?

Hofbauer: Wir verfolgen konsequent unsere Ziele und haben auch die Kraft, die Ausdauer und das Wissen sie umzusetzen. Das haben wir in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen.

Stohl: Dietmanns und die Gemeindebürger stehen im Mittelpunkt! Ich bin in unserer Gemeinde aktiv, möchte positiv mitgestalten und vertrete auch die Bürgeranliegen.

Römer: Wir wollen mit allen vertretenen Parteien innovativ und sachlich zusammenarbeiten und unsere Kontakte zu Land und Bund für die Marktgemeinde nutzen.

Mautner: Weil ich einer von Ihnen bin, Handschlagqualität habe und man sich auf mich verlassen kann. Um mit einer starken freiheitlichen Stimme die Zukunft positiv mitzugestalten.

Drei Parteien und eine Liste treten an: Was tun Sie, damit kein Mandat zum anderen wechselt?

Hofbauer: 365 Tage im Jahr für Dietmanns da zu sein (Alle vier Jahre gibt es einen Tag Urlaub!)

Stohl: Zu meinem Wort stehen, die Bürger unterstützen und mit unseren Vorhaben überzeugen.

Römer: Die Bürger zu überzeugen zur Wahl zu gehen und eine zukunftsorientierte VP zu wählen.

Mautner: Wir haben mit Veranstaltungen auf uns aufmerksam gemacht, weil wir eine neue Partei sind.

Falls es am 27. Jänner keine Partei mit absoluter Mehrheit gibt: Welche Rolle soll Ihre Fraktion spielen?

Hofbauer: Hand aufs Herz, das ist kein Thema, das mich beschäftigt und ich weiß darauf auch keine Antwort! Aber ich werde mir für diesen Fall alle Möglichkeiten offenhalten.

Stohl: Wir stehen für eine Zusammenarbeit mit allen Fraktionen zur Verfügung. Gemeinsam und bürgernah werden wir Anliegen der sozialen, ökologischen und finanziellen Vernunft umsetzen.

Römer: Zuerst entscheiden am 26. die Wähler über die zukünftige Gemeindevertretung. Wir werden uns weiter mit aller Kraft und Überzeugung für unser schönes Dietmanns aktiv einsetzen.

Mautner: Dann sind wir bereit Verantwortung zu übernehmen, wie diese auch immer sein wird, um mit anderen Parteien die Gemeindepolitik für die nächsten fünf Jahre positiv mitzugestalten