Waidhofen nun Waldviertler Corona-Klinikum. Seit Freitag ist es nun fix: Das Klinikum Waidhofen an der Thaya wird zum Waldviertler Corona-Schwerpunktspital.

Von Michael Schwab. Update am 20. März 2020 (14:22)
Zu den Vorbereitungen am Landesklinikum Waidhofen gehören Baucontainer neben der bisherigen Rettungseinfahrt als Wartebereich für Verdachtsfälle und eine geänderte Zufahrt für die Rettung..
Schwab

UPDATE 22.3.

Das Landesklinikum Waidhofen, das wie am Freitag berichtet als Krankenhaus für die Versorgung von Covid-19-Patienten im Waldviertel definiert worden ist, ist für die Aufnahme von Patienten bereit.

„Betroffene Patientinnen und Patienten werden an zwei dafür bestens geeignete Stationen der Internen Abteilung aufgenommen und dort entsprechend der erforderlichen Richtlinien nach bestätigten Fällen und Verdachtsfällen getrennt" erklärt Bernhard Jany, Sprecher der Landesgesundheitsagentur.

Zusätzlich steht bei Bedarf auch noch eine weitere Bettenstation zur Verfügung, somit sind je nach Anforderung für einen ersten Schritt ca. 30 bis 80 Betten verfügbar. „Die Triage erfolgt nach vordefinierten Abläufen bereits vor dem Haus, die diesbezüglichen Prozessschritte sind seit langem im Krisenhandbuch definiert und wurden von den Fachexperten des Hauses auf die derzeitige Situation adaptiert" sagt Jany.

Aus diesem Grund wurde wie berichtet ein Container vor dem Klinikum aufgestellt und die Rettungszufahrt geändert.

 

UPDATE 20.3.

Die NÖ Landeskliniken-Holding, künftig Landesgesundheitsagentur (LGA), hat nach Angaben vom Freitag nunmehr in jeder Gesundheitsregion ein Krankenhaus zur Behandlung von Covid-19-Patienten definiert. Nach Melk sind nun auch Waidhofen an der Thaya sowie Hollabrunn, Lilienfeld und Neunkirchen.

Zu den Vorbereitungen am Landesklinikum Waidhofen gehören Baucontainer neben der bisherigen Rettungseinfahrt als Wartebereich für Verdachtsfälle und eine geänderte Zufahrt für die Rettung..
Schwab

Siehe auch hier:

Wir hatten am Dienstag berichtet:

Waidhofen als Waldviertler Corona-Klinikum?

Internes Schriftstück kursierte auf Facebook. Vorbereitungen für Ernstfall laufen.

Das Landesklinikum Waidhofen an der Thaya.
NOEN, NÖN

Ein Schriftstück aus einer internen Besprechung im Landesklinikum Waidhofen machte am Montag auf Facebook in Waidhofen die Runde: Demnach soll das Landesklinikum Waidhofen zum Versorgungskrankenhaus für Corona-Erkrankte im gesamten Waldviertel werden.

Dazu würden Umorganisationen und Patientenverlegungen erforderlich sein, auch ein Zelt oder Container für die Triage vor dem Krankenhaus sei in Planung.

„Derzeit werden verschiedene Kliniken nach medizinischen (z.B. entsprechendes ärztliches und pflegerisches Personal, medizintechnische Ausstattung) und logistischen (gute Erreichbarkeit etc.) Kriterien beurteilt, ob sie im Bedarfsfall eine Abklärung von Patienten und eine Behandlung von erkrankten Corona-Patienten durchführen können“, erläutert der Unternehmenssprecher der NÖ Landesgesundheitsagentur, Bernhard Jany. Damit kann dann auch der Bevölkerung in einer Region eine wohnortnahe Versorgung und Behandlung für mögliche Patienten garantiert werden.

Die Vorbereitungen und Beurteilungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ) bestätigt, dass der Landessanitätsdienst Vorkehrungen getroffen hat, um die Kliniken auf Corona-Fälle vorzubereiten. „Ich sehe es positiv, dass Waidhofen auf der Liste möglicher Corona-Versorgungskrankenhäuser steht. Das zeigt, wie wichtig es war, an allen Klinikstandorten zur Versorgung der Bevölkerung festzuhalten“, betont Waldhäusl.