5 Mio. Euro für Sanierung der Schule. Gemeinderat aus der Reihe der Mehrheitspartei enthielt sich.

Von Karin Pollak. Erstellt am 11. September 2019 (06:00)
Gerald Muthsam
Die Volksschule soll ein Stück moderner werden.

Das Schulgebäude, in dem die Volksschule und die Neue Mittelschule (NMS) untergebracht sind, soll um rund fünf Millionen Euro saniert werden. Mit dem bei der Gemeinderatssitzung vorige Woche gefällten Grundsatzbeschluss wurde dieses Projekt gestartet, ein Gemeinderat ist nicht zur Gänze zufrieden mit dem Projekt.

Franz Schrenk war der Einzige, der sich der Stimme enthielt: ein Mann der ÖVP, der Mehrheitspartei im Gemeinderat. Die Herangehensweise behagt ihm nicht, erzählt er im NÖN-Gespräch. Er habe noch nichts von einer Schadstoffprüfung gehört und Brandschutzpläne liegen nicht explizit vor. „Das ist aber alles vorhanden“, erwidert Bürgermeisterin Anette Töpfl (VP).

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Bürgermeister Anette Töpfl treibt die Schulsanierung voran.

Schrenk wünscht sich zudem Konzepte, wie Schüler aus anderen Gemeinden in die NMS geholt werden könnten. Das stoße auf Ablehnung. „Ich bin zu 100 Prozent dafür, dass etwas für die Schule gemacht wird. Sie gehört voll modernisiert“, stellt er klar.

Das Schulgebäude ist in die Jahre gekommen. 1959 wurde der erste Trakt errichtet, etwa zehn Jahre später kam der NMS-Teil dazu. Geplant ist eine umfangreiche Sanierung sowie ein Umbau. Das Schulgebäude soll barrierefrei werden, dazu ist ein Lift im Schulhof geplant. Der Brandschutz solle auf neuesten Stand gebracht werden, neue Fenster und Türen sowie eine neue Heizung und Wärmedämmung sind geplant.

Gemeinde sucht jetzt nach dem Bestbieter

Der Gemeinderat fasste dazu – mehrheitlich – den Grundsatzbeschluss und vergab für die Sanierung der Volksschule die Architektenleistungen sowie die Haustechnik. „Derzeit läuft noch das Verfahren, die Bestbieter werden diese Aufträge erhalten“, war von Töpfl zu hören. Die Auftragsvergabe für die NMS-Sanierung läuft über den Mittelschulausschuss, solle aber bevorstehen.

Das Land führte für das Sanierungsprojekt eine Kostenberechnung durch: Es dürfte rund fünf Millionen Euro kosten. „Wir wollen heuer die Planung und die Ausschreibungen über die Wintermonate durchführen. Die Sanierung selbst soll ab den Sommerferien 2020 laufen. Zwei bis drei Jahre rechnen wir bis zur Fertigstellung“, berichtet die Bürgermeisterin, die darauf verweist, dass das Gebäude nicht vergrößert werde. Durch die Umbauten im Haus soll der erforderliche Platzbedarf geschaffen werden.