Tischlerei Schrenk auf Expansionskurs: 20 neue Jobs. Durch Großaufträge und gutes Stiegengeschäft werden 20 neue Mitarbeiter benötigt.

Von Michael Schwab. Erstellt am 18. Dezember 2019 (03:46)
Die Firma Schrenk ist auf Expansionskurs: Johann Ledinger, Martin Bittermann, Daniel Hable, Geschäftsführer Stefan Schrenk und Joachim Schmid am Bild.
Michael Schwab

Die Tischlerei Schrenk ist auf Expansionskurs: Ab Jänner werden 20 neue Mitarbeiter benötigt.

„Das Stiegengeschäft läuft gut, wir hatten heuer ein zweistelliges Wachstum in diesem Bereich, und die Prognose für 2020 sieht ebenfalls ähnlich gut aus. Darüber hinaus haben wir im kommenden Jahr einige große Aufträge anstehen“, fasst Geschäftsführer Stefan Schrenk zusammen.

Das größte und wichtigste Projekt ist dabei die Montage der Inneneinrichtung für einen Neubau mit 350 Apartment-Wohnungen in Frankfurt. „Alleine für diese Baustelle brauche ich 15 Leute“, sagt Schrenk.

Seine Firma habe wegen ihres „Lean Construction“ - Konzepts den Zuschlag erhalten: Es geht darum, durch flüssige, schlanke Organisationsstrukturen kürzere Bauzeiten und eine bessere Qualität zu erzielen. Die Mitarbeiter sind in diesen Prozess eingebunden. „Wir beschäftigen uns mit diesem Thema, das jetzt auf Großbaustellen vermehrt im Kommen ist, schon seit Jahren. Es geht darum, eine völlig andere Arbeitskultur auf der Baustelle zu schaffen – dreckig, laut und nicht funktionierende Abläufe, das gibt es bei uns am Bau nicht“, stellt Schrenk klar.

„Es geht darum, eine völlig andere Arbeitskultur zu schaffen. Dreckig, laut und nicht funktionierende Abläufe, das gibt es bei uns am Bau nicht.“Stefan Schrenk

Um das zu erreichen, komme den Beschäftigten eine wesentliche Verantwortung zu: „Nur wenn die Mitarbeiter täglich mit an der Prozessentwicklung arbeiten, lässt sich ein ZIKK-Haus (modulares Hauskonzept, die NÖN berichtete) in zwei Wochen aufstellen.“ Mitte 2020 soll der Auftrag in Frankfurt über die Bühne gehen, gegen Jahresende stehe ein ähnliches Projekt in Wien an.

Aber auch in Vitis selbst dürfte die Arbeit in nächster Zeit mehr werden. In der Vorwoche fixierte Schrenk eine Kooperation mit der vorarlbergischen Baufirma Rhomberg, die Wohnhäuser nach Lean-Prinzipien in Holzbauweise errichten will.

„Die Firma war auf der Suche nach einem Produktionsstandort in Ostösterreich. Im kommenden Jahr werden die Details der Zusammenarbeit fixiert, die Produktion soll voraussichtlich 2021 starten. „Genaueres kann ich im Frühjahr sagen“, kündigte Schrenk an.

Auch mit dem ZIKK-Haus läuft es gut. Das erste Haus steht bereits in Göpfritz/Wild, für ein zweites fehlen nur noch behördliche Bewilligungen. Im kommenden Jahr sind bereits fünf weitere Häuser geplant.

„2020 wird für uns ein extrem herausforderndes Jahr werden. Treppen und Türen bauen wir täglich, aber wir bringen trotzdem viel Kraft in neue Geschäftsfelder ein. Das geht nur, wenn die Leute im Team das auch wollen“, betont Schrenk. Für die Firma mit derzeit rund 50 Mitarbeitern bedeutet der Ausbau um weitere 20 Jobs einen deutlichen Wachstumssprung. Gesucht werden Montagearbeiter, Zimmerer und Tischler. „Immer mehr Leute wenden sich von der Baubranche ab, weil die Arbeitsbedingungen auf den Baustellen mit enormem Zeit- und Kostendruck schlecht sind. Wir zeigen in unserem Betrieb vor, dass es auch anders geht“, ist Schrenk von seiner Strategie überzeugt.