Verordnung überarbeitet: „Aus“ für Glyphosat. „Die Käsemacher“ und 50 Milchlieferanten änderten ihre Verordnungen aus Verantwortung gegenüber Konsumenten ab.

Erstellt am 15. Februar 2018 (04:37)
Mirijam Reiter/Die Presse
Doris Ploner schloss neue Lieferverträge ab, durch die die Verwendung von Glyphosat ausgeschlossen wird.

„Die Käsemacher“ und ihre rund 50 Partner, die das Unternehmen mit Schaf- und Ziegenmilch beliefern, haben ihre Milchliefer-Verordnungen schriftlich abgeändert. Grund dafür sind die Diskussionen um das Thema „Glyphosat“.

Konkret wurde vermerkt, dass auf Wiesen und Äckern, die für Weideflächen oder zur Futtermittelgewinnung Gebrauch finden, kein Glyphosat verwendet werden darf. „Die Verantwortung dem Konsumenten gegenüber hat für uns oberste Priorität, deshalb war dieser Schritt für beide Seiten nur logisch und entspricht unserem absoluten Selbstverständnis“, teilen „Die Käsemacher“ in einer Aussendung mit.

Milch wird direkt von den Höfen abgeholt

„Die Käsemacher“ kennen jeden Partnerbetrieb persönlich, so Geschäftsführerin Doris Ploner. Eine artgerechte Tierhaltung und ein liebevoller Umgang mit den Tieren seien Voraussetzungen für die Zusammenarbeit. Die Höfe der Milchlieferanten sind kleinstrukturiert. Durchschnittlich betreut jeder der rund 50 regionalen Betriebe aus dem Wald-, Most- und Mühlviertel 150 Tiere.

Die Milch wird direkt von den Höfen abgeholt. Dadurch soll einerseits CO² eingespart werden, andererseits soll so auch unter dem Stichwort Nachhaltigkeit die Wertschöpfung in der Region bleiben. Die Milch wird laufenden Kontrollen unterzogen, um die hohe Qualität garantieren zu können.