ZIKK 2.0: Erstes Haus steht noch heuer. Modulares „Plugin Haus“ der Firma Schrenk lief gut an. 2020 will Schrenk zehn bis zwanzig bauen.

Von Michael Schwab. Erstellt am 30. Oktober 2019 (03:45)
Viel Holz strahlt Gemütlichkeit aus: Stefan Schrenk im „ZIKK 2.0“ Haus beim Vitiser Kreisverkehr.
Michael Schwab

Die Nachfrage nach kleinem, flexiblem und hochwertigem Wohnraum will Stefan Schrenk mit seinem im Mai erstmals präsentierten „ZIKK 2.0“-Haus erfüllen.

Das Interesse ist groß, das Projekt lief überraschend gut an: „Eigentlich wäre mein gesetztes Ziel für heuer gewesen, mit dem Verkauf zu beginnen. Jetzt wird zumindest Eines sogar noch heuer aufgestellt, ein Weiteres ist verkauft, es ist aber noch fraglich, ob sich die Behördenverfahren bis Jahresende ausgehen“, zeigt sich Schrenk im Gespräch mit der NÖN, das im Musterhaus beim Kreisverkehr in Vitis stattfand, zufrieden.

„Mir taugt es, ich bekommen permanent positive Rückmeldungen. Die Leute sind überrascht von der Größe und Wirkung des Raums.“Stefan Schrenk

„Mir taugt es richtig, ich bekomme permanent positive Rückmeldungen. Die Leute sind alle überrascht von der Größe und Wirkung des Raums“, erzählt Schrenk. Er ist überzeugt, mit diesem auf Metallstelzen ruhenden und übersiedelbaren Haus (die NÖN berichtete) den Nerv der Zeit getroffen zu haben. Er wollte eine Alternative zum klassischen Einfamilienhaus bieten, die neben dem privaten Wohnen auch weitere Nutzungsmöglichkeiten bietet: „Eine Idee ist die Nutzung einer speziellen Variante mit zwei 25 m Apartments als sachbezugsfreie Firmenwohnungen für Mitarbeiter, die übers Wochenende auch an Touristen vermietet werden können.“

Wiederverwertung der Bauelemente möglich

Er befasst sich selbst intensiv mit dem Thema Vermietung, und will über die „ZIKK-Akademie“ in Zusammenarbeit mit Steuerberatern und Experten auch Privatpersonen den Einstieg in die Vermietung möglich machen:

„Wir wollen bis nächstes Jahr Beispiele ausarbeiten, wie man mit etwas Eigenkapital in ein Gebäude investiert und langfristig Besitz aufbauen kann. Und das Ganze flexibel und mit der Möglichkeit, den Standort zu verändern oder sogar die Teile durch uns zurückkaufen zu lassen“, führt Schrenk aus. Hier mache sich der modulare Aufbau des Hauses bezahlt, der eine Wiederverwendung der Bauelemente ermöglicht. Es wird nichts verklebt, Holz und Dämmstoffe können beispielsweise einfach wieder getrennt und wiederverwendet werden.

Schrenk peilt derzeit die Herstellung von zehn bis zwanzig Häusern pro Jahr an. Dies sei ein realistisches Ziel für das kommende Jahr, wobei es bei stärkerer Nachfrage möglich wäre, die Produktion auszubauen – in diesem Fall wären dann aber zusätzliche Montageteams notwendig.

Die nötigen Wandelemente werden bei Schrenk laufend hergestellt, da er auch die Firma Lukas Lang Building Technologies mit Elementen nach diesem Baukastensystem beliefert. Aktuell könne man innerhalb von drei Monaten nach Vertragsunterzeichnung mit dem Einzug in ein „ZIKK 2.0“-Haus rechnen. Die Montage vor Ort dauert etwa eine Woche.