Große Trauer um Karl Fraisl (67) . Trauer und Bestürzung in Vitis: Kommerzialrat Karl Fraisl, der 1976 mit der Gründung der Appel-Filiale den wirtschaftlichen Aufschwung der Marktgemeinde einleitete, verstarb am 30. August im 67. Lebensjahr.

Von Hannes Ramharter. Erstellt am 02. September 2019 (11:48)
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Karl Fraisl verstarb im 67. Lebensjahr.

Der aus der Vitiser Katastralgemeinde Kaltenbach stammende Karl Fraisl ist ein Musterbeispiel dafür, dass der Slogan von der Karriere mit Lehre tatsächlich Wirklichkeit werden kann. Er erlernte in Schrems den Beruf des Installateurs. Schließlich wurde der Wiener Unternehmer Titus Appel auf Fraisl aufmerksam und kaufte 1976 ein Grundstück in Vitis, um dort mit ihm eine Filiale seines Unternehmens zu gründen.

Bereits 1986 erfolgte der erste Ausbau des Firmengebäudes, zehn Jahre später, 1996, ein weiterer. 2001 wurde Karl Fraisl Gesellschafter und Geschäftsführer der Firma Appel, 2002 wurde der Firmensitz von Wien nach Vitis verlegt. Fraisl erkannte für die Firma Appel immer wieder wichtige Zukunftschancen, unter anderem die Zusammenarbeit mit der Fertighausindustrie, für die Appel-Monteure heute in ganz Österreich unterwegs sind.

Nach seinem 60. Geburtstag zog er sich Schritt für Schritt aus der operativen Führung der Firma zurück.
Darüber hinaus engagierte sich Karl Fraisl auch in der Öffentlichkeit. Von 2000 bis 2010 war er als geschäftsführender Gemeinderat der Marktgemeinde Vitis für die ÖVP tätig, wobei ihm die Schaffung von Betriebsgrundstücken sowie die Ansiedelung neuer Betriebe immer ein großes Anliegen war.

 Für seinen Einsatz in der Gemeinde wurde er mit dem Goldenen Ehrenring ausgezeichnet, für sein wirtschaftliches Engagement mit dem Berufstitel Kommerzialrat.
Beruflich und privat war Karl Fraisl immer ein Mensch mit hervorragender Handschlagqualität, der in vielen Bereichen eine große Lücke hinterlässt. In vielen Dingen kann man ihn als Visionär bezeichnen, zum Beispiel auf dem Sektor der Nutzung nachwachsender heimischer Rohstoffe für kleine regionale Heizwerke.

Karl Fraisl hinterlässt seine Gattin, zwei Töchter und drei Enkelkinder.