Großer Zapfenstreich zur Segnung. Abordnungen von Kameradschaftsbund, Feuerwehr, Bürgerkorps und Musikverein schufen würdigen Rahmen.

Von Michael Schwab. Erstellt am 22. Oktober 2019 (08:29)

Mit einem Einmarsch von Kameradschaftsbund, Feuerwehr und Waidhofner Bürgerkorps, Salutschüssen und dem Großen Zapfenstreich wurde das frisch restaurierte Kriegerdenkmal in Vitis am Samstagabend in einem sehr feierlichen und würdigen Rahmen gesegnet.

Die Abordnungen versammelten sich nach der Vorabendmesse am Hauptplatz im Bereich des Gemeindeamts. ÖKB-Hauptbezirkskommandant Michael Litschauer führte das Kommando. Zahlreiche Zuschauer verfolgten den Einzug der Verbände, musikalisch begleitet vom Musikverein Vitis.

„Denkmäler sind wichtige Bestandteile des öffentlichen Lebens, sie bringen zum Ausdruck, was einer Gemeinde wichtig ist“, betonte Bürgermeisterin Anette Töpfl in ihrer Begrüßungsansprache. Der Präsident des NÖ Kameradschaftsbundes, Josef Pfleger, ging auf die Gräuel der beiden Weltkriege ein und verwies auf die Millionen von sinnlosen Toten. Aus Orten des Gedenkens und Erinnerns würden heute Orte des Mahnens und Erinnerns an eine Tatsache werden: „Krieg bringt immer nur Tote.“

Kriegerdenkmäler könne man daher auch als Mahnmale für den Frieden und gegen den Krieg sehen. Pfleger strich auch die Bedeutung des vereinten Europas für den Erhalt des Friedens zwischen den Nationen hervor.

Herzen für den Frieden aus dem Holz der alten Linde beim Kriegerdenkmal, die gefällt werden musste, überreichte der geschäftsführende Gemeinderat Franz Schrenk an Töpfl und Pfleger. In weiterer Folge soll jedes Gemeinderats- und Vitiser ÖKB-Mitglied ein solches Herz erhalten.

Nach der Kranzniederlegung mit Salutschüssen des Bürgerkorps wurde die Straßenbeleuchtung am Hauptplatz ausgeschaltet. Von projizierten Bildern begleitet, spielte der Musikverein die Suite „Tirol 1809“ von Sepp Tanzer und den „Großen Zapfenstreich“ im Fackellicht.

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