SPÖ tritt wieder an. Die Spitzenkandidaten aus Pfaffenschlag und was sie für die nächsten fünf Jahre vorhaben.

Von Michael Schwab. Erstellt am 23. Januar 2020 (11:55)

Ihre Kurzbilanz: Wie hat sich die Gemeinde aus Ihrer Sicht seit der Gemeinderatswahl 2015 entwickelt?

Willibald Pollak, ÖVP: Viele Projekte konnten in der abgelaufenen Periode umgesetzt werden. Die Sanierung des Gemeindehauses, die Kanalisierung, der Glasfaserausbau, das Projekt „Junges Wohnen“, die Schaffung von neuem Bauland und die Sanierung des Kaufhauses wurden abgeschlossen.

Karl Weinberger, SPÖ: Bei der Aufschließung und dem Verkauf von Baugrundstücken und im Wegebau wurde meiner Ansicht nach viel weitergebracht, ebenso beim Glasfaserausbau, der für die Marktgemeinde Pfaffenschlag sicherlich ein wichtiger Schritt für die Zukunft war.

Johannes Dangl, FPÖ: Der Ausbau der Infrastruktur, wie Glasfaser, Junges Wohnen, Nahversorger und Weiterausbau der W.E.B Windenergie waren wichtige Schritte in den letzten Jahren , damit Pfaffenschlag auch in Zukunft für die Bevölkerung eine lebenswerte Gemeinde bleibt.

Wo gibt es für die kommenden fünf Jahre Handlungsbedarf?

Willibald Pollak, ÖVP: Günstiges Bauland, Wohnraumschaffung sowie die Sanierung der Güterwege und Straßen werden wichtige Themen sein. Im Innenbereich der Volksschule wird es einige Adaptierungen geben und die Fassade soll saniert werden. Beim Sportplatz konnte ein Grundstück erworben werden, welches für die Jugend zur Verfügung gestellt werden soll. Die LED-Umstellung der Straßenbeleuchtung wird fortgesetzt.

Karl Weinberger, SPÖ: Wichtig wäre mir die Schaffung einer Nachmittagsbetreuung. Außerdem muss die Gemeinde wieder mehr Gemeindebauplätze anbieten und gleichzeitig versuchen, alte leer stehende Häuser wieder als Bauplätze zu nutzen. Wir verbauen unnötig Flächen im Grünland. Außerdem sollten wie den Ausbau der Photovoltaik im Gemeindegebiet weiter forcieren, um hier eine Vorreiterrolle im Bezirk einzunehmen.

Johannes Dangl, FPÖ: Es ist dringend notwendig den Ausbau der Bundesstraße B 5 fertig zu stellen, sowie der Begleitwege. Weiters gibt es auch Handlungsbedarf bei der Sanierung der Güterwege. Wir müssen es anstreben, die ungenützte Infrastruktur wieder zu beleben, in Form von Modernisierung oder Neubau. Als Landwirt ist es für mich wichtig, dass auch die nächsten Generationen einen gesunden Boden zur Bewirtschaftung zur Verfügung haben.

Warum soll man am 26. Jänner Ihnen die Stimme geben?

Willibald Pollak, ÖVP: Weil wir immer versuchen, die Entscheidungen auf eine breite Basis zu stellen und wir nahe am Bürger sind und dies auch in Zukunft weiter sein wollen. Weiters könnte die Frauenquote wesentlich erhöht werden.

Karl Weinberger, SPÖ: Weil für mich das Miteinander das Wichtigste ist. Ich stehe für Politik, die von Menschen für Menschen gemacht wird. Eine absolute Mehrheit ist schlecht, jede Partei hat gute Leute und Ideen.

Johannes Dangl, FPÖ: Als Bürger der Gemeinde Pfaffenschlag ist es mir ein großes Anliegen, für meinen Heimatort und für die Gemeindebevölkerung die Interessen zu vertreten. Das ist es, wofür ich mich einsetzen will.

Die SPÖ tritt in Pfaffenschlag wieder zur Wahl an. Was bedeutet das für Sie?

Willibald Pollak, ÖVP: Die Entscheidungen im Gemeinderat wurden immer sachlich und nie parteipolitisch diskutiert. Wir wollen dies auch in Zukunft so beibehalten.

Karl Weinberger, SPÖ: Eine Parteienvielfalt ist wichtig. Es soll nicht so sein, dass man in einer Gemeinde nur mehr schwarz sieht. Sonst wir nur Politik für Politiker gemacht.

Johannes Dangl, FPÖ: Je mehr Fraktionen im Gemeinderat vertreten sind, desto vielfältiger sind die Debatten um zu einem positiven Ergebnis für die Gemeindebürger zu kommen.

Was wäre für Sie ein Wahlerfolg?

Willibald Pollak, ÖVP: Ein Zugewinn von Stimmen wäre schön.

Karl Weinberger, SPÖ: Zwei Mandate zu schaffen ist mein Ziel.

Johannes Dangl, FPÖ: Ein Mandat dazu zu gewinnen wäre ein Erfolg.