Agrana verspricht Ausbau nach Rekordernte 2016. 224.739 Tonnen Stärkekartoffeln wurden im Vorjahr angeliefert.

Von Michael Schwab. Erstellt am 02. Februar 2017 (05:33)
NOEN, Schwab
Bei der Generalversammlung der VÖSK: Der Obmann der NÖ Saatbaugenossenschaft Erich Kaltenböck, VÖSK-Obmannstellvertreter Franz Inhofner, Werner Zuser von der Agrana, VÖSK-Obmann Alfred Sturm, Referent und Vizepräsident des Europäischen Stärkekartoffelverbandes CESPU aus Dänemark Peter C. Petersen, VÖSK-Geschäftsführerin Anita Kamptner, Agrana-Generaldirektor Johann Marihart, der Vizepräsident der NÖ Landwirtschaftskammer Otto Auer und der ehemalige VÖSK-Obmann Franz Gross.

Über die Rekorderntemenge des Jahres 2016 berichtete der Obmann der Vereinigung Österreichischer Stärkekartoffelproduzenten (VÖSK), Alfred Sturm, bei der Generalversammlung am 25. Jänner im Waidhofner Stadtsaal.

224.739 Tonnen waren von den VÖSK-Mitgliedern bei der Agrana abgeliefert worden, mit einem durchschnittlichen Stärkegehalt von 19,7 Prozent. 2015 waren es nur 152.909 Tonnen mit 17,3 Prozent durchschnittlichem Stärkegehalt gewesen.
„Mit etwa 70.000 Tonnen mehr Ertrag und zwei Prozent mehr Stärke traue ich mich zu behaupten

Steigerung bei Bio-Stärkekartoffeln

Eine Steigerung hatte es auch bei den Bio-Stärkekartoffeln gegeben - 2016 wurden 9.360 Tonnen angeliefert, 2015 nur 6.487 Tonnen. Sturm berichtete auch über die Vertragsverhandlungen mit der Agrana für 2017. „Ausgehend von einem guten Niveau ist es uns gelungen, eine siebenprozentige Preiserhöhung für Bio-Stärkekartoffeln und eine Erhöhung von knapp drei Prozent beim Grundpreis für konventionell angebaute Stärkekartoffeln zu erreichen“, führte Sturm aus. Einziger Wermutstropfen sei eine niedrigere Deckelung der Frachtkostenvergütung.

Agrana-Generaldirektor Johann Marihart versprach Investitionen in einen Ausbau der Verarbeitungskapazität, um ab Herbst 2018 künftig kürzere Anlieferungskampagnen zu ermöglichen. Sturm zeigte sich darüber sehr erfreut: „Es geht oft nicht um den letzten Cent, sondern darum, die Ernte schneller anliefern zu können“.

Zukunft am Lebensmittelmarkt

Dass Kartoffelstärke ein Wachstumsmarkt ist, machte Fachreferent Peter C. Peterson am Nachmittag beim Fachtag deutlich. „Ich sehe die Zukunft der Kartoffelstärke am internationalen Markt sehr positiv. Es ist die unsichtbare Zutat, die in jedem Einkaufskorb landet“, erklärte Peterson. Außerdem sei Kartoffelstärke frei von Allergenen, Gluten und Laktose, und aufgrund ihrer rein pflanzlichen Zusammensetzung eine Zutat mit wachsender Bedeutung für vegane Lebensmittel.