Waidhofen an der Thaya

Erstellt am 15. März 2019, 04:54

von Michael Schwab

Erlebnis Holz steht im Zentrum. Reinhart Blumberger modernisiert Tischlerei um 2,6 Millionen Euro. Ein Highlight wird eine Schautischlerei werden.

In Waidhofen ist ein für die Stadt tolles Bauprojekt angelaufen: Rund 2,6 Millionen Euro investiert Reinhart Blumberger in den Umbau seiner Tischlerei zu einer „Holz-Erlebnis-Welt.“

Die Planungsphase dauerte zwei Jahre, im Oktober 2018 erfolgte schließlich der Baustart. Durch den Umbau soll vor allem Platz für einen neuen, großen Schauraum sowie eine Schautischlerei geschaffen werden. In einem ersten Schritt wurde die alte Werkstatthalle an der Südseite abgetragen. Wo früher gearbeitet wurde, werden sich in Zukunft Ausstellungsflächen, ein Gastro-Bereich und Platz für Veranstaltungen mit bis zu 200 Personen befinden.

"Das ist eine Leidenschaft meines Sohns"

Im neu errichteten Obergeschoss wird die Schautischlerei von Blumbergers Sohn Stefan, der gerade mitten in den Vorbereitungen für seine Meisterprüfung steckt, Platz finden. Blumberger möchte hier in Zukunft das Geschäftsfeld der Restauration alter Möbel ausbauen. „Das ist eine Leidenschaft meines Sohns, der in der historischen Schautischlerei ganz in seinem Element sein wird“, sagt Blumberger.

Die Fassade an der Südseite wird mit viel Glas und einer Holzbeschattung ausgeführt. Ein Lift ermöglicht die barrierefreie Erreichbarkeit aller Ebenen. Durch den Ausbau des Kellers und das neue Obergeschoß wird trotz Wegfalls der alten Werkstatt der Platz für die Tischlerei selbst nicht weniger. „Es kommt lediglich zu einer Umverteilung, wir haben neben der Schautischlerei natürlich weitere Produktionsflächen, die aber nicht allgemein zugänglich sind“, erklärt Blumberger.

Die Decke des in Holzbauweise errichteten Zubaus wird von riesigen, fast 15 Meter langen Holzleimbindern getragen. „Hier gab es eine Verzögerung, weil die Hohlwände, auf denen die Leimbinder aufliegen, nicht rechtzeitig geliefert wurden. Dann kam der Winter, und deshalb konnten die Hohlwände bis Mitte Februar nicht aufgestellt werden“, berichtet Blumberger.

Nun ist auch das Dach endgültig dicht. Die verbliebenen alten Werkstatträume werden noch bis 31. Mai genutzt, dann soll der Umzug erfolgen. Die baulichen Arbeiten werden etwa bis zur Jahreshälfte abgeschlossen sein, dann folgt die Inneneinrichtung. Die Eröffnung ist für Herbst 2019 geplant.