Festkonzert aufhOHRchen: "Grenzen im Kopf überwinden“. Dirigent Manfred Müssauer will mit Musik Vorurteile gegenüber Fremden abbauen und gegenseitiges Verständnis fördern.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 05. Juni 2019 (05:01)
Gerald Muthsam
Die Gewinner des NÖN-Gewinnspiels Maria und Werner Bittermann, Gerda und Sepp Welzmüller, Gertrud und Josef Fried, Veronika und Monika Klein und Katharina und Walter Friedl freuten sich über die Eintrittskarten für das Festkonzert.

Das beeindruckende, große Festkonzert „Grenzenlos“ mit der Donau Philharmonie Wien und der Violinistin und Sängerin Katica Illényi, unter der Leitung des Waidhofners Manfred Müssauer, fand im Zuge des Festivals „aufhOHRchen“ am Samstag im Stadtsaal Waidhofen statt. Mit dabei waren auch die Gewinner der NÖN-Kartenverlosung.

Das Programm des Festkonzerts schlug musikalisch Brücken zu den Nachbarländern Niederösterreichs und sollte die Absurdität der Situation im „Kalten Krieg“ vor Augen führen. Durch eine willkürliche, fast unüberwindliche militärische Trennlinie quer durch Europa wurden nicht nur geografische, sondern auch nachhaltig wirkende Grenzen in den Köpfen der Menschen aufgebaut.

Gerald Muthsam
Festivalleiterin Dorothea Draxler, Violinistin und Sängerin Katica Illényi, Dirigent Manfred Müsser und Kulturstadträtin Melitta Biedermann beim Festkonzert. 

„In den dreißig Jahren seit dem Fall des ‚Eisernen Vorhang‘ hat sich viel verändert, jedoch noch immer gibt es manchmal spürbare Barrieren die auf Nationalismus, Chauvinismus und meist Ignoranz basieren. Musik als Medium vermag diese Knoten zu lösen und das gegenseitige Verständnis zu fördern“, betonte Manfred Müssauer in seiner Moderation. Er erzählte auch über den berührenden Moment, als er damals auf dem Fahrrad und mit Tränen in den Augen das erste Mal die Grenze überquerte und wies darauf hin, dass für diese Freiheit und Grenzenlosigkeit immer auch etwas zu tun und ein nachbarschaftlicher Dialog zu führen sei.

Die Donau Philharmonie Wien, bestehend aus Musikern aus Österreich, Deutschland, Ungarn und der Slowakei, etc. und Stargast Katica Illényi spannten einen musikalischen Bogen von Antonin Dvorak über Peter I. Tchaikovsky und Josef Strauss bis hin zu Edith Piaf. Zum krönenden Abschluss wurde gemeinsam mit dem „aufhOHRchen“-Chor die „Ode an die Freude“ angestimmt. Als Überraschung wurde alpenländische Volksmusik vom bayerisch-salzburgischen „Maunag’sang“ eingestreut.

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