Grundverkauf an Maschinenring: Entscheidung gefallen. Maschinenring braucht gesamte Fläche des Betriebsgrundes im Betriebsgebiet Ost. Firma Nitsch geht leer aus.

Von Michael Schwab. Erstellt am 07. August 2019 (04:20)
NÖ Atlas
Der komplette Betriebsgrund (gelbe Fläche) geht jetzt an den Maschinenring.

Nach der Aufregung in den letzten beiden Wochen ist jetzt die Entscheidung um das Grundstück im Betriebsgebiet Ost, an dem sowohl der Maschinenring als auch Werkstattbetreiber Manfred Nitsch Interesse haben ( die NÖN berichtete) , gefallen: Der Maschinenring erhält das gesamte Grundstück.

„Wir haben uns die Sache vor Ort noch einmal angesehen und in einer Vorstandssitzung am Freitag entschieden, dass wir die ganze Fläche kaufen, oder, wenn das nicht möglich ist, in eine andere Gemeinde gehen, um dort unseren neuen Betriebsstandort zu errichten“, berichtet Geschäftsführer Harald Weber.

Der Maschinenring, der derzeit mit zehn Büromitarbeitern in der Hans-Kundlich-Straße angesiedelt ist und seine Gerätschaften für Winterdienst und Grünraumpflege in von der Firma Frank gemieteten ehemaligen Postbusgaragen untergebracht hat, möchte ein Bürogebäude für 15 bis 20 Mitarbeiter und eine 800 m große Lagerhalle errichten. „Dazu wird wahrscheinlich auch ein kleines Hackschnitzel-Heizwerk kommen, weiters auch Boxen für Sand und Mulch. Kurzum – alles was wir derzeit in der Stadt haben, soll dorthin kommen, mit Potential für weiteres Wachstum“, fügt Weber hinzu.

Firma Nitsch will kein böses Blut

Für den ersten Bauschritt würde zwar wahrscheinlich ein Teil des Grundstücks reichen, doch man wolle für die Zukunft bauen. „Von den 7.500 m2 bleiben durch die Zufahrt und die Böschung netto nur etwa 5.500 m2 übrig. Sollte sich bei der Planung zeigen, dass wir wirklich nicht die ganze Fläche brauchen, können wir Herrn Nitsch noch etwas abgeben“, führt Weber aus.

Seitens der Firma Nitsch nimmt man die Entscheidung zur Kenntnis. Man wolle kein böses Blut mit den neuen Nachbarn, zumal Nitsch und Maschinenring Geschäftspartner sind.

Der Gemeinderat hatte dieses Vorgehen in seiner letzten Sitzung einstimmig abgesegnet, und dem Maschinenring als Erstinteressenten das Vorkaufsrecht eingeräumt.