Kabel an defekter Ortsbeleuchtung Schuld. Schadhafte Verkabelung führt immer wieder zu Ausfällen. Die Suche nach dem Fehlerpunkt gestaltet sich schwierig.

Von Michael Schwab. Erstellt am 07. März 2019 (03:25)
Michael Schwab
Im Bereich dieser Straßenlampe in der Hauptstraße befindet sich einer der Fehlerpunkte, der für wiederholte Ausfälle der Ortsbeleuchtung in halb Thaya verantwortlich war: Vizebürgermeister Franz Strohmer bei der Fehlersuche, am Bild mit Bürgermeister Eduard Köck.

Gut die Hälfte des Ortsgebiets lag seit Winterbeginn immer wieder im Dunkeln, weil durch eine schadhafte Verkabelung der Ortsbeleuchtung der Schutzschalter auslöste.

Die immer wieder auftretenden Ausfälle, welche die Hauptstraße, die Waidhofnerstraße, die Gartenzeile und die Lindengasse betrafen (diese Straßenzüge hängen alle am gleichen Schutzschalter), wurden zuletzt auch Gegenstand von Faschingsverkleidungen und einem „Gstanzl“ beim Faschingsleilei.

Die Eingrenzung der Störungen erwies sich witterungsbedingt als schwierig. „Dazu kam auch noch, dass die Ausfälle nur sporadisch auftraten, und dann auch einmal zwei Wochen lang nichts passierte“, erklärt Vizebürgermeister Franz Strohmer. Es wurden sämtliche Mast-Sicherungskästen geprüft, jedoch ohne Ergebnis.

Anhaltender Ausfall erleichterte Suche

Nun kam es aber zu einem anhaltenden Ausfall, wodurch es gelang, durch Messungen zwei Fehlerpunkte zu eruieren: in der Hauptstraße in der Nähe des Hauses Nr. 38 und in der Gartenzeile 45. Ein weiterer Schaden dürfte noch vorhanden sein, muss aber noch gefunden werden. „Die Schwierigkeit ist, dass wir die Oberflächen in den Bereichen nach der Kanal- und Glasfaserverlegung in den letzten zwei Jahren neu hergestellt haben. Wir können jetzt nicht einfach alles wieder aufgraben“, räumt Strohmer ein. Daher sei es nötig, den Fehlerpunkt so genau wie möglich einzugrenzen, um die Aufgrabungsarbeiten zu minimieren. Strohmer rechnet damit, dass in Kürze mit der Behebung begonnen werden kann.

Bleibt noch die Frage, wer für die Kosten aufkommt: „Wenn ein Verursacher festgestellt werden kann, wird dieser zur Kasse gebeten“, stellt Strohmer klar. Die Leitungen für die Beleuchtung wurden 1995 verlegt, es wäre denkbar, dass sie bei späteren Arbeiten beschädigt wurden.