Musikfestival: Freestyle bei Jubiläumsausgabe. Bei der zehnten Ausgabe vom „Soundyard“ war Freestyle-Rapper Scheibsta mit seinen Buben live zu erleben.

Von Julia Fröhlich. Erstellt am 11. September 2019 (04:06)
Julia Fröhlich
Einen musikalischen Cocktail brachten Matthias Eder (Gitarre und Gesang), Sebastian Lebinger (Schlagzeug), Alex Bock (Bass und Gesang), Sebastian Spörker (Gesang) und Stefan Koschitz (Gitarre) als „All Systems Red“ mit ihrem energetischen Electro Brit Rock auf die Bühne.

Hinter den Mauern der Stadtpfarrkirche hieß es am 7. September Bühne frei für die 10. Jubiläumsauflage vom „Soundyard“. Unter freiem Himmel machte sich durch die bereitgestellten Lounges und Sofas der Katholischen Jugend ein entspanntes Wohnzimmerfeeling breit, welches zum Verweilen und Lauschen der besonderen Acts einlud.

Besonders wichtig war es der Katholischen Jugend, vor allem junge Bands ins Boot zu holen und ihnen die Möglichkeit zu geben, auf der Bühne zu stehen. Den Beginn machten die fünf Jungs von „All Systems Red“ aus der Nähe von Baden. Mit ihrem energetischen Electro Brit Rock brachten sie einen musikalischen Cocktail auf die Bühne, der niemanden kalt ließ. Ansteckende Hooks und eine gewaltige Portion an Energie brachten die innere Flamme trotz Herbst-Temperaturen zum Glühen.

Mit der zweiten Gastband „FITZ“ holten die Gastgeber zwei gebürtige Waidhofner auf die Bühne: Florian und Felix Fitz. Beide starten in ihrem Leben richtig durch und haben im Jahr 2011 die Deutsch-Pop-Band gegründet. Während Felix Fitz dem Weg seines Vaters folgt und Zahnmedizin studiert, ist Florian Fitz als Model und Schauspieler unter anderem in der erfolgreichen Fernsehserie des ORFs „Walking on Sunshine“ tätig. Das Publikum durfte sich auf ein dynamisches Spektrum von sanften, gefühlvollen Balladen bis hin zu großen, stadiontauglichen Hymnen freuen – natürlich alle selbst getextet von den beiden Brüdern.

Julia Fröhlich
Jakob Müssauer mit Klaus Brennsteiner, Philipp „Scheibsta“ Scheiblbrandner, Philipp Bernsteiner, Helmut Mühlbacher, Lukas Pamminger und Lorent Widauer - besser bekannt als „Scheibsta & die Buben“ aus Salzburg.

Das Jubiläum gab Anlass, den Gästen etwas Besonderes zu bieten und tiefer in die Tasche zu greifen. „Beim Musikfest bin ich auf die Salzburger Band ‚Scheibsta & die Buben‘ aufmerksam geworden und war von ihrer Art, wie sie Musik machen, begeistert“, erinnert sich Jakob Müssauer zurück und gerät erneut ins Schwärmen.

Das Gekreische gemischt mit einem grandiosen Applaus beim Auftritt von Philipp „Scheibsta“ Scheiblbrandner mit seinen Buben sprach für sich. Mit einem „Servus“, gefolgt von einem improvisierten Freestyle-Sprechgesang begannen 75 Minuten voller Unterhaltung und erfrischender Abwechslung. „Situationselastisch“ beschreibt wohl die Hauptbegabung dieser Gruppe am besten. Das Publikum staunte , mit welch ausgeprägtem Vokabular Texte in Sekundenschnelle zur jeweiligen Melodie gereimt wurden.

„Direkt ein paar Strophen für zehn Jahre Soundyard Waidhofen. Die dort auf der Couch – kein Respekt. Entweder hier nach vor, oder heim ins Bett“, rappte Scheibsta. Mit „Gerda“ und „Offline“ waren auch einige Alltags-Raps aus ihrem Album Teil ihres Programms.

Nachdem die letzten Töne von „Scheibsta & die Buben“ verstummten, konnten Besucher in entspannter und äußerst lockerer Atmosphäre ihr Talent in der Songwriterstage an den verschiedensten Instrumenten zeigen.