Nachfolgerin für Püspök gefunden. Johannes Püspök wird mit Jahresende als Kinderarzt in Pension gehen. Claudia Uttenthaler folgt ihm nach.

Von Karin Pollak. Erstellt am 05. Juni 2019 (06:01)
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Links: Kinderarzt Johannes Püspök geht als Kinderarzt mit Jahresende in Pension.; Rechts: Kinderärztin Claudia Uttenthaler wird Püspöks Nachfolgerin. Sie stammt aus Schwarzenau.

Kinderarzt Johannes Püspök wird mit Jahresende als Kinderarzt in Pension gehen. Es gibt aber bereits mit Claudia Uttenthaler eine Nachfolgerin. Die gebürtige Schwarzenauerin arbeitet und lebt in Linz, kehrt aber jetzt wieder ins Waldviertel zurück.

Claudia Uttenthaler studierte in Wien Medizin und absolvierte in Gmünd ihre Turnusausbildung: „Da habe ich mich entschieden, Kinderärztin zu werden.“ Die Fachausbildung führte sie nach Deutschland und an die Kinderklinik in Linz. „Ein Teil dieser Ausbildung war der neonatologische Bereich“, erzählt die Kinderärztin, die in ihrer Ordination in Waidhofen das Untersuchungsspektrum um den Herzultraschall für Kinder ausweiten will. Bis zur Geburt ihres zweiten Kindes arbeitete sie an der Landes- Frauen- und Kinderklinik Linz als Oberärztin im Bereich Neonatologie, nach der Babypause war sie Schulärztin.

Derzeit ist Uttenthaler dabei, den Umzug ins Waldviertel zu organisieren. Bis zur Übernahme der Waidhofner Kinderarzt-Ordination zum Jahresende sucht sie noch Fachpersonal sowie eine Haushälterin.

„Durch diese Nachfolgereglung wird mir der Abschied leichter gemacht“, meint Püspök, hat er doch 35 Jahre als Kinderarzt in Waidhofen gewirkt. „Es war schon ein besonderes Erlebnis, als die Kinder, die ich anfangs betreut habe, mit ihren eigenen Kindern in meine Ordination gekommen sind“, blickt Püspök zurück, der jetzt auf mehrere Generationen in seiner Patientenkartei verweisen kann.

Arbeit mit Kindern immer befriedigend

In den 35 Jahren als Kinderarzt sei viel Schönes aber auch Trauriges passiert. „Darunter waren Kinder, die aufgrund ihrer chronischen Erkrankung leider verstorben sind. Zu diesen Kindern aber auch zu deren Eltern hatte ich ein sehr gutes Verhältnis“, so der Kinderarzt, der auch dankbar darüber ist, dass der Großteil aller Kinder immer gerne gekommen sind. Diese enge Verbundenheit bestätigten ihm auch die Eltern, denn oft hätte es von ihren Sprösslingen geheißen: „Wir wollen zu unserem Arzt gehen.“ Die Arbeit mit den Kindern sei nicht immer einfach gewesen: „Dafür aber immer befriedigend. Ich habe viel zurückbekommen und das ist sehr nachhaltig.“

Dankbar ist Püspök auch über das, was er beruflich und privat in Waidhofen erfahren hat: „Ich kam als Wiener nach Waidhofen. Diese Entscheidung habe ich nie bereut.“

Der Abschied falle ihm nicht leicht. Schon jetzt bedanken sich Eltern bei ihm für die gute Betreuung ihrer Kinder. „Das ist schon sehr emotional. Aber das Ende meiner Praxis und der Wunsch meiner Nachfolgerin, ins Waldviertel zurückzukehren, hat sich überschnitten.Somit ist eine kontinuierliche Weiterbetreuung meiner Patienten gegeben“, meint Püspök, der sich ab dem kommenden Jahr mehr dem Golfen und dem Segelfliegen sowie seinen neun Enkeln widmen kann. Als ärztlicher Leiter im Moorheilbad Harbach wird er weiterhin tätig bleiben.