Randalierer im Landesklinikum bevorzugt behandelt?. FPÖ-Klubobmann Martin Huber forderte von der Landesklinikenholding Stellungnahme – ohne Erfolg.

Von Michael Schwab. Erstellt am 08. Mai 2019 (04:00)
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Die Landeskliniken-Holding hält fest, dass „die Behandlung im Rahmen der medizinisch-organisatorischen Notwendigkeit“ erfolgte.

Ein afghanischer Asylwerber randalierte in einer Disco, fügte dem Security-Mann Bernd Ziegler eine zentimeterlange Schnittwunde unter dem Auge zu (die NÖN berichtete), und verletzte sich selbst leicht am Finger. Im Landesklinikum wurde der Afghane, obwohl augenscheinlich leichter verletzt, zuerst behandelt.

FPÖ-NÖ Klubobmann Martin Huber forderte nun eine Stellungnahme der Landesklinikenholding ein, um die Causa aufzuklären. Der 23-jährige Afghane soll im Krankenhaus randaliert und herumgeschrien haben und daher bevorzugt behandelt worden sein, wirft Huber der Holding vor. Ziegler bestätigt, dass er warten musste, obwohl die Rettungssanitäter das Klinikpersonal auf die Schwere seiner Verletzung hingewiesen hatten. „Meine Schnittwunde war mehr als vier Zentimeter lang und musste genäht werden. Der Afghane hatte, soweit ich sehen konnte, nur einen kleinen Schnitt am Finger, aber er hat viel Wirbel gemacht“, erzählt Ziegler.

"Die Landeskliniken-Holding darf sich nicht vor der Verantwortung drücken"

Huber blitzte mit seiner Aufforderung zur Stellungnahme bei der Landesklinikenholding jedoch ab. Man könne keine Stellungnahme abgeben, da man dazu das Einverständnis des Afghanen brauche , dem der Asylstatus aberkannt wurde. „Das schlägt dem Fass den Boden aus. Die Landeskliniken-Holding darf sich nicht einfach vor der Verantwortung drücken und zur Tagesordnung übergehen. Straffällige Asylanten gehören als Täter nicht bevorzugt, sondern abgeschoben“, wettert Huber.

Die NÖN fragte ebenfalls bei der Landeskliniken-Holding an und bat um eine Erklärung: „Wir dürfen festhalten, dass die Reihung der Patienten verantwortungsvoll im Rahmen der medizinisch-organisatorischen Notwendigkeit erfolgt ist. Da eine Weitergabe bzw. Veröffentlichung von höchstpersönlichen Daten ohne (ausdrückliche) Einwilligung der Betroffenen unzulässig ist, ersuchen wir um Verständnis, dass für eine detaillierte Beantwortung/Stellungnahme eine Einverständniserklärung der betroffenen Patienten notwendig ist, aus welcher hervorgeht, dass das behandelnde Personal im Klinikum von der Schweigepflicht entbunden wird, in die Krankengeschichte Einsicht genommen werden darf und Informationen daraus auch gegenüber Medien kommuniziert werden können“, heißt es seitens der Holding.

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