Wirbel um Werbung vor Galerie-Start. Jimmy Mosers Galerie-Eröffnung wurde in Stadtnachrichten nicht angekündigt. Moser: „Bürgermeister will uns Erfolg stehlen.“

Von Michael Schwab. Erstellt am 22. Mai 2019 (06:00)
NOEN, Archiv
Bürgermeister Robert Altschach

„Über Weisung des Bürgermeisters wurde meine Galerie-Eröffnung nicht in den Stadtnachrichten angekündigt. Robert Altschach will uns den Erfolg stehlen“, wettert Michael „Jimmy“ Moser, der am kommenden Samstag seine Kunstgalerie am Hauptplatz eröffnet wird.

Er habe einen Pressetext rechtzeitig geschickt, dennoch sei der Artikel nicht erschienen, und die Eröffnung sei auch nicht im Veranstaltungskalender angekündigt worden. „Mein Marketing war darauf ausgelegt, dass die Eröffnung in den Medien und den Stadtnachrichten angekündigt wird, ergänzend zu den Foldern und Plakaten“, betont Moser gegenüber der NÖN, die schon im Vorfeld über seinen Pläne für eine Kunstgalerie berichtet hatte.

Auf Nachfrage bei der Stadtgemeinde sei ihm jetzt gesagt worden, dass die Ankündigung auf Weisung des Bürgermeisters nicht erschien. Konfrontiert mit den Vorwürfen stellt Altschach klar, dass Moser für seine Galerie 2.500 Euro Förderung seitens der Stadtgemeinde und 12.000 Euro vom Land NÖ erhält. „Das zeigt klar, dass wir hinter dem Projekt stehen. Unsere Förderung war die Voraussetzung für die Subvention durch das Land“, betont Altschach.

„Werbung auf eigene Kosten wäre zumutbar“

Es sei aber anfangs nicht klar gewesen, wer der Betreiber der Galerie sein soll. Zuerst habe Moser persönlich ein Subventionsansuchen gestellt, dann wurde ein Verein gegründet, der die Galerie betreibt.

Dadurch habe es Verzögerungen gegeben. „Es war dann schon nach Redaktionsschluss, wir hätten etwas anderes heraußen lassen müssen, um Platz für die Ankündigung zu schaffen. Andererseits hat Herr Moser eine sehr großzügige Förderung erhalten, und ich finde, es ist daher zumutbar, dass er selber Werbung macht. Eine exklusive kostenlose Bewerbung von Veranstaltungen bekommt selten ein Verein“, sagt Altschach.

Er habe daher entschieden, den Text nicht zu übernehmen und statt dessen eine Nachberichterstattung in den Stadtnachrichten zu bringen.

Für den Eintrag im Veranstaltungskalender seien die jeweiligen Veranstalter selbst verantwortlich – entweder online oder durch Kontakt mit dem zuständigen Sachbearbeiter. „Das ist schon länger so üblich, und das sollte der Herr Moser auch wissen“, meint Altschach.